Impfschutz bei KindernNeue Studie: MMR-Impfungen haben kein erhöhtes Autismus-Risiko zur Folge

Eine dänische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass MMR-Impfungen nicht mit einem erhöhten Autismus-Risiko einhergehen. 
 

Inhalt
  1. MMR-Impfungen und Autismus gehen nicht Hand in Hand
  2. Das Fazit der Wissenschaftler
  3. Impfen – die ewige Streitfrage

Kinder impfen: ja oder nein? Diese Frage wird seit Jahrzehnten heftig diskutiert – viel zu häufig fernab von Fakten, basierend auf Gerüchten, Ängsten und Mythen. Einer davon: Durch eine MMR-Impfung (Mumps - Masern - Röteln) erkranken Kinder häufiger an Autismus. Eine aktuelle dänische Studie tritt diesem Mythos nun vehement entgegen. 

 

MMR-Impfungen und Autismus gehen nicht Hand in Hand

In ihrer groß angelegten Studie untersuchten die Wissenschaftler des dänischen 'Statens Serum Institut' (SSI) den Zusammenhang zwischen MMR-Impfungen und Autismus. Dazu werteten sie die Daten von über 657.000 Kindern mit Geburtsjahr 1999 bis 2010 aus. Die Daten umfassten die Angaben der Probanden ab ihrem ersten Lebensjahr bis zum Jahr 2013. 
Das Ergebnis ist eindeutig: Es besteht kein Zusammenhang zwischen MMR-Impfungen und Autismus. Das spiegelt sich in den Zahlen wider. Demnach trat Autismus bei den 31.617 ungeimpften Kindern genauso häufig auf wie bei den 625.842 geimpften Kindern. Insgesamt waren im Beobachtungszeitraum 6.517 Kinder an Autismus erkrankt.

 

Das Fazit der Wissenschaftler

Die dänische Studie wurde online bei 'Annals of Internal Medicine' veröffentlicht. Dort schreiben Studienleiter Anders Hviid und sein Team:
"Die Studie untermauert die These, dass MMR-Impfungen das Risiko für Autismus nicht erhöhen, Autismus bei anfälligen Kindern nicht auslösen und Autismus-Fälle nach Impfungen nicht vermehrt auftreten." 

 

Impfen – die ewige Streitfrage

In der Regel lassen Eltern ihre Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten gegen Mumps, Masern und Röteln impfen – oft zusammen mit Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Polio, Hepatitis B und Pneumokokken. Sind Eltern aber gegen das Impfen, wachsen Kinder ohne Immunschutz auf und entscheiden sich immer häufiger als junge Erwachsene dafür, sich nachträglich impfen zu lassen. Jüngst sorgte beispielsweise der Fall Amerikaners Ethan Lindenberger für Aufsehen, der sich gegen den Willen seiner Mutter zum 18. Geburtstag alle Impfungen holte, die er bis dato verpasst hatte. 
Schon 2017 verursachte der in Mexiko geborene Marco Arturo online einen Gäsehautmoment: In dem folgenden Facebook-Video rief der damals 12-Jährige alle Impfgegner dazu auf, ihre Überzeugungen hinter sich und ihre Kinder impfen zu lassen – diesen Aufruf unterstützen sicherlich auch die Wissenschaftler des SSI:

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