WirtschaftModeunternehmen Gerry Weber hat Insolvenz beantragt

Gerry Weber hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Modeunternehmen soll laut eigenen Angaben saniert werden. Tochtergesellschaften wie Hallhuber sind nicht betroffen.

Das alteingesessene Unternehmen Gerry Weber ist anscheinend pleite. Die Modefirma hat beim Amtsgericht in Bielefeld einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Grund dafür soll laut Textilwirtschaft das Scheitern der Gespräche mit den Finanzierungspartnern sein. So hätte der Konzern am 31. Januar seinen über 100 Gläubigern ein neues Finanzierungskonzept vorlegen und über 31 Mio. Euro zurückzahlen müssen. 

Die Modefirma, das 1973 von Gerhard Weber gegründet wurde, steckt schon länger in der finanziellen Krise. Sohn Ralf Weber trat im Oktober 2018 von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender zurück. Ihm wird vorgeworfen das Familienunternehmens in die Krise geführt zu haben. Die Übergabe gilt jedoch in der Brance als gescheitert: Vater Gerhard habe Ralf die Firma mit bereits zu vielen Problemen übertragen. 

Seit 2015 sanken die Aktien des börsenorientierten Unternehmens zudem stetig. Die Aktien sind derzeit nur zwei Euro wert. 

 

Gerry Weber: Nur Muttergesellschaft von Insolvenz betroffen

Wie der Konzern mitteilte, sei von dem Insolvenzantrag nur die Muttergesellschaft Gerry Weber International mit seinen etwa 580 Mitarbeitern betroffen. Die Tochtergesellschaft Hallhuber sei nicht betroffen.

Gerry Weber vertreibt außerdem die Marken Samoon und Taifun. In den letzten Jahren übernahm sich die Firma, die ihren Hauptsitz in Halle hat, mit Neueröffnungen. Personal wurde zu spät entlassen; Läden nicht rechtzeitig geschlossen. Zudem führte der heiße Sommer in Deutschland zu geringen Verkäufen in der Modeindustrie. Außerdem sind Modeketten wie H&M und Zara zu stark.

Gerry Weber meldet Insolvenz anTristar Media/Getty Images for Gerry Weber

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