Mordfall in WiesbadenMordfall Susanne: Verdächtiger im Irak gefasst

Update vom 8. Juli: Bundesinnenminister Horst Seehofer teilte mit, dass der flüchtige Tatverdächtige Ali B. im Nordirak von kurdischen Beamten gefasst wurde.

Ali B., der im Mordfall der 14-jährigen Susanna als Tatverdächtiger gilt, wurde von Sicherheitsbehörden im Nordirak gefasst. Der 20-Jährige war zuvor mit seiner gesamten Familie aus Deutschland ausgereist, möglicherweise, um sich seiner Festnahme zu entziehen. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte laut der 'Süddeutschen': "Ich danke den beteiligten kurdischen Sicherheitskräften, dass diese die Verhaftung möglich gemacht haben. Dieser Erfolg ist Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen den kurdischen Sicherheitsbehörden im Irak und der deutschen Bundespolizei."

Es gibt noch eine weitere Entwicklung in dem Mordfall: Ein zuvor festgenommener 35-Jähriger wurde freigelassen, der Tatverdacht gegen ihn erhärtete sich nicht, offenbar konnte der Mann ein Alibi für die Tatzeit nachweisen. 

News vom 7. Juli: 

Bei einer Pressekonferenz bestätigte die Polizei, dass es sich bei der gestern gefundenen Leiche um die 14-jährige Susanna handelt. Nach einem dringend Tatverdächtigen wird gefahndet.

Traurige Gewissheit: Die 14-jährige Susanna ist tot. Das bestätigte die Polizei Wiesbaden bei einer Pressekonferenz und berief sich auf einen DNA-Abgleich. Demnach starb das Mädchen bereits spätestens am 23. Mai und wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Außerdem veröffentlichten die Beamten ein Fahndungsfoto eines 20-jährigen Irakers, der als dringend tatverdächtig gilt.

 

Der flüchtige 20-jährige Ali B. hat sich offenbar bereits am 2. Juni in sein Heimatland, den Irak, abgesetzt. Eine internationale Fahndung wurde eingeleitet. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde gestern Abend (6. Juni) in Wiesbaden festgenommen.

Abschließend erklärte Polizeipräsident Stefan Müller, dass es sich um ein "abstoßendes Verbrechen" handele, es aber ein 13-jähriger Flüchtling wesentlich zur Aufklärung beigetragen habe. Der flüchtige Tatverdächtiger habe ihm demnach von dem Verbrechen erzählt. 

News vom 6. Juni:

In Mainz wird seit dem 22. Mai 2018 die 14-jährige Susanna vermisst. Am 6. Juni fand die Polizei eine weibliche Leiche.

Am Mittwochnachmittag (6. Juni) entdeckte die Polizei in Wiesbaden-Erdenheim bei der Suche nach dem Teenager an ein paar Gleisen eine weibliche Leiche, die mit trockenen Ästen und Zweigen abgedeckt war. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber "Bild". Es soll sich um die Leiche der 14 Jahre alten Susanna handeln. Ersten Spuren zufolge wurde das Mädchen vergewaltigt, gedrosselt und später erwürgt. Bereits seit Montag folgte die Polizei einem Hinweis und durchkämmte den Wiesbadener Stadtteil Erbenheim.

Susanna war nach einem Stadtbummel nicht wieder nach Hause zurück gekehrt und war zuletzt am 23. Mai 2018 um 8:48 Uhr auf WhatsApp online. Seitdem war ihr Handy aus. In der letzten Nachricht an ihre Mutter schrieb sie: "Mama such nicht nach mir. Ich bin mit meinem Freund nach Paris gefahren. Ich komme vielleicht in zwei, drei Wochen." Für die Mutter waren diese Worte nur ein weiterer Grund zur Sorge, denn sie war sofort sicher, dass ihre Tochter sich so nicht ausdrücken würde. Noch am Abend desselben Tages gab sie daher eine Vermisstenanzeige bei der Mainzer Polizei auf und startet einen Hilferuf auf Facebook.

Mit einem weiteren Facebook-Post wendete sich Diana zusätzlich speziell an ihre Tochter und hoffte bis zuletzt auf ein Lebenszeichen.

Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gilt ein 20-jähriger Iraker als tatverdächtig, der sich laut Polizei allerdings vor Tagen schon in sein Heimatland abgesetzt haben soll. Ein 13-Jähriger soll gegenüber der Polizei angegeben haben, dass der Gesuchte ihm gegenüber den Mord gestanden hätte. 

Bei einer Pressekonferenz bestätigte die Polizei die traurige Vermutung, dass es sich bei der weiblichen Leiche um das vermisste Mädchen handelt. 

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