KindstötungMordprozess in Mönchengladbach: Baby von Eltern zu Tode missbraucht

In Mönchengladbach steht seit dieser Woche ein Mann vor dem Landgericht, der sich für die Tötung seines eigenen Sohnes verantworten muss. Auch die Mutter des Kindes ist angeklagt.

Seit Donnerstagnachmittag wird am Landgericht Mönchengladbach ein grausames Familiendrama verhandelt. Ein Mann soll seinen Sohn wenige Wochen nach der Geburt misshandelt und später auch ermordet haben. Die Mutter des Kindes soll teilweise bei den Taten dabei gewesen, aber nie eingeschritten sein. Der Junge war erst sechs Wochen alt, als sein Vater ihn laut der Anklage in der Nacht zum 1. Februar 2018 tötete, um vorherige schwere Misshandlungen zu vertuschen. Er soll das Baby in eine Decke gedrückt haben, bis es nicht mehr atmete.

Die Qualen für den Jungen sollen bereits vier Wochen nach der Geburt begonnen haben. Der Säugling starb den Angaben nach an einer Kombination aus erheblichem Blutverlust in der Bauchhöhle und dem Erstickungsgeschehen. Zusätzlich wurden bei dem Kind Rippenbrüche, Einblutungen an der Leber und Risse am Darm festgestellt.

Besonders erschreckend ist das Motiv der Tat. Der Angeklagte soll sich nach der Geburt des Jungen in seinem eigenen Leben eingeschränkt gefühlt haben. Einer der aufgeführten Gründe sei, dass das Kind es dem arbeitslosen Vater unmöglich gemacht habe, bis mittags zu schlafen.

Der 30-jährige Vater steht wegen Mordes und Misshandlung von Schutzbefohlenen vor Gericht. Die gleichaltrige Mutter wird wegen Totschlags durch Unterlassen in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. Dem Vater droht eine lebenslange, der Mutter eine mehrjährige Haftstrafe.

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