Auf MückenjagdMücken stechen Menschen seltener, die nach ihnen schlagen

Wer nach einer Mücke schlägt, sie aber nicht erwischt, ärgert sich zu Unrecht! Eine neue Studie hat ergeben: Menschen, die nach Mücken schlagen, werden seltener gestochen!

Eine neue Studie hat ergeben, dass es sich durchaus lohnt, nach Mücken zu schlagen - sogar dann, wenn man sie nicht erwischt! Der Grund dafür liegt quasi in der klassischen Konditionierung ala Pawlowscher Hund: Die betroffene Mücke verbindet den Duft des Menschen mit der unangenehmen Erfahrung. Entkommt sie dem Schlag, wählt sie sich anschließend lieber ein anderes Opfer aus - und zwar eins, was sie im besten Fall noch nicht gejagt hat.

Der Lernprozess wird vom Botenstoff Dopamin bestimmt, den sowohl Mücken als auch Menschen produzieren.

 

Klassische Konditionierung bei Mücken

In dem zugrunde liegenden Experiment gingen die Wissenschaftler wie folgt vor: In einem Versuchslabor setzten sie Gelbfiebermücken einen Tag lang den Vibrationen einer Maschine aus (eine Art Simulation von einem menschlichen Schlag). Dabei wurden die Vibrationen ("Gefahr") an den Geruch bestimmter Menschen gekoppelt.

Am nächsten Tag durften die Mücken wählen, welchen Menschen sie gerne stechen würden - ihnen standen mehrere Opfer zur Auswahl. Das Ergebnis: Die Mücken mieden jene Menschen, dessen Geruch sie mit den Vibrationen bzw. die Gefahr vom Vortag verbanden. Weitere Versuche haben ergeben, dass der Vermeidungseffekt tagelang vorhanden war. Mit anderen Worten: Mücken sind nachtragend, wenn man sie zu töten versucht.

 

"Mücken meiden Opfer, die sich verteidigen"

"Nun wissen wir, dass Mücken bestimmte Gerüche ihrer Opfer lernen können und jene Opfer meiden, die sich mehr verteidigen", zieht die Co-Autorin der Studie, Chloé Lahondère, ein Fazit.

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(ww7)

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