Schreckliche TragödieMünchen: Demenzkranker Rentner tötete seine eigene Frau aus Mitleid

Mehr als 60 Jahre lang waren der demenzkranke Reimund F. und seine Frau Maria ein Paar. Dann tötete er sie - aus Mitgefühl. Nun soll er in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden. 

In München wird aktuell einer der traurigsten Fälle des Jahres verhandelt. Der 86 Jahre alte an Demenz erkrankte Rentner Reimund F. muss sich derzeit dafür verantworten, dass er an Weihnachten 2016 seine Frau getötet hat. Jahrelang pflegte er sie und verwendete dafür seine ganze Kraft, doch fasste er einen traurigen Entschluss.

Über 60 Jahre verbrachten Reimund und seine Frau Maria († 85) zusammen, bevor er sie im vergangenen Jahr erstickte. Am Morgen des zweiten Weihnachtstages wachte Reimund F. morgens auf und hörte seine Frau, die an Atemnot und starken Hustenanfällen litt, bereits röcheln. Er beschloss daraufhin, Maria von ihrem Leid zu erlösen.

Er soll sie zuerst mit einem Waschlappen erstickt, bevor er sich selbst die Handgelenke aufschnitt und sich offensichtlich zum Sterben neben sie legte. Weinend erklärte die Tochter des Paares: "Sie wollten miteinander sterben.“

Allerdings überlebte der an Demenz erkrankte Rentner. Er wurde von seinem Sohn blutüberströmt und in einem völlig verwirrten Zustand gefunden. Nun muss er sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Aufgrund seiner Demenzerkrankung gilt er als schuldunfähig. Es wird daher verhandelt, ob er nun in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden soll. 

An der Trauerfeier für seine eigene Frau durfte er nicht teilnehmen, da die Staatsanwaltschaft ihn für gefährlich hält. Aktuell lebt er bereits in einer Psychiatrie. 

(ww8)

Kategorien: