RechtsstreitMünchen: Frau fälscht Unterschrift für künstliche Befruchtung - Mann klagt

Eine Frau hat sich ohne Einverständnis ihres Mannes eine befruchtete Eizelle einsetzen lassen. Für das Kind möchte er nun nicht aufkommen und verklagt die gynäkologische Praxis.

In München läuft derzeit ein sehr seltener Rechtsstreit. „Einen vergleichbaren Fall hatten wir in den letzten sieben Jahren nicht“, sagte Richter Peter Lemmers vom Landgericht in München der Welt. Kurzer Rückblick: Eine Frau und ihr Mann wollten ein Kind. Doch weil sie an Hautkrebs erkrankte und die Chemotherapie wahrscheinlich zur Unfruchtbarkeit geführt hätte. Also beschloss das Paar befruchtete Eizellen einfrieren zu lassen. Dann trennten sich die beiden, kamen wieder zusammen und der Mann wollte keine Kinder mehr. Die heute 42-Jährige sah das anders: Sie ließ sich die befruchteten Eizellen ihres Mannes einsetzen - und fälschte seine Unterschrift. 

München: Schwangerschaft erschummelt - nun will Mutter ihr Kind nichtiStock

 

Das ist die Begründung der Mutter für das fälschen der Unterschrift

Die Frau wurde schwanger. Wie "Süddeutsche Zeitung" schreibt, bestreitet der Mann nicht, der Vaters des Kindes zu sein. Aber seine mittlerweile Ex-Frau habe ihn hintergangen und wolle nun nicht mehr für den Unterhalt des heut dreijährigen Sohnes aufkommen. Stattdessen fordert er Geld von der Münchner Klinik. 

Vor Gericht begründete die Mutter des Kindes ihr Handeln so: „An diesem Tag gab es wieder Streit. Hätte ich ihm den Vertrag unter die Nase gehalten, hätte er bestimmt nicht zugestimmt."

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