Ab Januar 2019 Mütterrente II bringt mehr Geld

Im kommenden Jahr erhalten Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, mehr Geld. Die Ausweitung der Mütterrente fällt allerdings geringer aus, als 2017 zunächst vorgesehen. Wir erklären, worauf sich SPD und Union geeinigt haben, und nennen konkrete Zahlen.  

Inhalt
  1. Fakten zur Mütterrente II
  2. Mütterrente II in Zahlen
  3. Es muss mit Verzögerungen gerechnet werden

Zu wissen, welche Rechte man als Mutter bzw. Vater hat und welche Gesetze es dazu gibt, ist wichtig – die Mütterrente gehört dabei dazu. Seit dem 1. Juli 2014 werden Erziehungszeiten auf die Rente angerechnet. Die so genannte Mütterrente soll zum einen eine Anerkennung der Erziehungsleistung von Eltern sein und zum anderen dafür Sorge tragen, dass Eltern, die für ihre Kinder eine Berufspause eingelegt haben, bei der späteren Rente nicht schlechter gestellt sind. Ab Januar 2019 tritt nun die Mütterrente II in Kraft. Wir haben die Fakten. 

 

Fakten zur Mütterrente II

In Zukunft sollen alle Mütter von der Mütterrente profitieren – nicht nur jene, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen. Diese Frauen allerdings erhalten ab Januar 2019 zusätzliche Rentenpunkte. Doch wie so oft in der Politik entspricht das Ergebnis nicht ganz dem, was zuvor angedacht worden war. So fällt auch die Ausweitung der Mütterrente geringer aus, als es zur Bundestagswahl 2017 und auch in den späteren Koalitionsverhandlungen zunächst besprochen wurde. Damals hatten Union und SPD noch darüber nachgedacht, dass jede Frau, die vor 1992 mindestens drei Kinder geboren hat, pro Kind einen Rentenpunkt mehr bekommen solle. Das aktuelle Rentenpaket sieht nun nur einen halben Punkt pro Kind vor. Dafür allerdings nicht erst ab drei Kindern, sondern bereits für jedes vor 1992 geborene Kind. 

 

Mütterrente II in Zahlen

In Zahlen bedeutet dieser halbe Rentenpunkt ein Plus von 32,03 Euro in Westdeutschland und 30,69 Euro in Ostdeutschland. Eine Mutter, die ein Kind vor 1992 zur Welt gebracht hat, erhält im Westen also 16,02 Euro mehr Rente pro Monat, im Osten sind es 15,35 Euro mehr.  

 

Es muss mit Verzögerungen gerechnet werden

Die Mütterrente II kommt im Januar 2019 nicht auf einen Schlag für alle, denen sie zusteht. "Die Auszahlung der Mütterrente II wird erfolgen wie bei der Einführung der Mütterrente I im Jahre 2014", sagte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Das heißt konkret: Zunächst erhalten Eltern, die ab dem 1. Januar 2019 neu in Rente gehen, die Mütterrente II, danach werden die Leistungsverbesserungen bei jenen umgesetzt, die ihre Rente schon vorher begonnen haben. "Vorgesehen sind in diesen Fällen auch wieder Nachzahlungen wie bei Einführung der Mütterrente I im Jahre 2014."  

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