ErziehungMutter bringt ihrem 5-jährigen Sohn nicht das Lesen bei - aus diesem Grund

Crystal Lowery bringt ihrem 5-jährigen Sohn bewusst nicht das Lesen bei - und appelliert an andere Mütter, ihr zu folgen und ihren Kindern Freiraum zu geben.

"Ich bringe meinem fünfjährigen Sohn nicht das Lesen bei", schreibt Crystal Lowery, eine amerikanische Comedian auf ihrer Facebook-Seite. Damit polarisiert sie im ersten Moment. Doch hinter ihrer Aussage steckt, wovor bereits viele Psychologen warnen: Die meisten Kinder sind mit dem Pensum, was sie lernen sollen, maßlos überfordert. Der Erwartungs- und Leistungsdruck ist einfach zu hoch. Kinder sollten laut Experten vor allem spielen und sich ausprobieren - ohne Stress.

Mutter bringt ihrem 5-jährigen Sohn nicht das Lesen bei - aus diesem Grund
Eine Mutter erklärte öffentlich, warum sie ihrem 5-jährigen Sohn noch nicht das Lesen beibringt. 
Foto: iStock

 

 

"Mein Sohn ist zu beschäftigt damit, andere Dinge zu lernen"

Genau dieser Devise folgt auch Crystal, die sagt, dass ihr Sohn erst einmal andere Dinge lernen muss. "Versteht mich nicht falsch, wir lesen ihm ständig aus Büchern vor (...) Wir bringen ihm bei, Spaß an Geschichten zu haben, sich in den Charakteren zu verlieren. Aber wir bringen ihm nicht das Lesen bei. Noch nicht. Er ist zu beschäftigt damit, andere Dinge zu lernen." 

In ihrem Post erklärt die Mutter weiter, dass ihr Sohn gerade lernt, "ein fairer Sportler zu sein: Darauf zu warten bis er in Candy Land an der Reihe ist und nicht schadenfroh zu sein, wenn er es vor seiner Schwester schafft, am “King’s Ice Cream Castle” zu sein." Zudem lerne er, etwas zu bauen. "Aus Klötzen, Stöcken und Lego-Steinen." 

Crystal führt noch weitere Beispiele auf: "Er lernt, zu üben. Er jagt den Hund, spielt Fangen, klettert auf Spielplatz-Geräte (...). Er wird seinen Körper lange Zeit brauchen, also baut er durch seine Aktivität Muskeln auf, statt den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen. Er lernt, auf Dinge aufzupassen (...). Er lernt etwas über Ökosysteme. Er schaut sich Käfer an, Blumen und Gewitter. Er lernt, wie Flora und Fauna zusammenwirken. Er lernt, dass der Schlüssel zum Glück ist, sich auf das zu konzentrieren, was man hat, statt sich über das zu beschweren, was man nicht hat."

"Er lernt jeden Tag wichtige Lektionen. Aber er lernt nicht, wie man liest. (...) Es gibt so viele Dinge, die unsere Kinder lernen, die nicht von einem standardisierten Test gemessen werden können."

Crystals Statement ruft verschiedene Reaktionen hervor, viele teilen ihrer Meinung, andere können ihre Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen.

Letztenendes muss jede Mutter und jeder Vater für sich entscheiden, wie das Kind erzogen wird. Eines hat Crystal mit ihrem Posting aber in jedem Fall geschafft: Darüber nachzudenken.

 

 

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