InstagramMutter mit Leberkrebs: Wie Tamara ihren Lebenskampf mit der Welt teilt

Tamara aus Wolfsburg hat Leberkrebs. Niemand weiß, wie lange die dreifache Mutter und Ehefrau noch leben wird. Wie bewundernswert ihr Kampf gegen den Krebs ist, zeigt sie auf Instagram.

Auf ihren Bildern strahlt sie oft. Aber innen drinnen, da sieht es häufig dunkel aus. Tamara hat Leberkrebs. Sie weiß nicht, wie lange sie noch Leben wird. Trotzdem strahlt die Mutter dreier Kinder eine Kraft aus, die ziemlich beeindruckend ist. 

Tamara und ihr Mann mussten bereits vor einigen Jahren einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Denn während sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllten, bekam er die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Nachdem das Paar wieder zurück zum Alltag fand, wurde Tamara mit dem dritten Kind schwanger. Im Rahmen einer Routineuntersuchung folgte die nächste schlimme Botschaft: Sie hat Leberkrebs. 

 

Der Krebs streute in Tamaras Leber

Die 27-Jährige tauft den Krebs auf den Namen "Flubber" und fängt an, ihre Geschichte auf Instagram zu teilen. Sie wird operiert, bekommt eine Chemo, die gezielt auf die Leber anspringt. Der Rest ihres Körpers wird nicht angegriffen. Tamara und ihr Freund heiraten am 20. April 2018, danach geht es in die Flitterwochen auf die Malediven.

Doch im Juli erfährt sie, dass der Krebs in der Leber gestreut hat. "Der Blutkreislauf ist wahrscheinlich angegriffen. Man hat mir damals bei der Diagnose gesagt, dass ich noch zwei Jahre zu leben habe. Aber so genau, weiß man das nicht", erzählt sie in einer Instagram-Story. „Die Ärzte wissen nicht, was sie mit mir machen sollen. Sie sagen, dass ich keine Chance auf Heilung habe. Es ist so viel schiefgelaufen.“ Was genau, hat sie sich auf ihrem Blog von der Seele geschrieben. Eine Leber-Transplantation kommt nicht in Frage, da sie die Kriterien dafür nicht erfüllt. Zudem hat der Krebs schon zu sehr gestreut. 

 

Tamara kämpft jeden Tag

Wie schafft die Mutter dreier Kinder es nur, mit dem Wissen um ihren möglichen Tod, trotzdem zu lachen? Sie habe Tage, an denen sie denkt: „Das ist scheiße unfair. Ich will nur meine Kinder wachsen sehen", sagt sie. Und manchmal kann sie die normalsten Dinge nicht richtig machen. "Der Krebs ist in meinem Körper explodiert", schreibt Tamara in einem Instagram-Post. "Wenn ich daran denke, wo ich heute vor einem Jahr war, und wo ich jetzt bin - es macht traurig."

Doch da ist auch Hoffnung in ihr - und Dankbarkeit. "Neben der Traurigkeit überwiegt die Freude, dass ich all das erlebt habe und noch viele weitere Tage mit diesen Menschen an meiner Seite haben werde." Tamara appelliert: "Sei offen für all das, was dieses Leben für dich bereit hält." 

Wir wünschen Tamara alle Kraft dieser Welt. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Tage sind anstrengend. Abends kann ich ohne eine hohe Dosis Schlafmittel über die Vene nicht mehr schlafen. Mein Körper muss runtergefahren werden, da er völlig auf Error läuft. Er versucht zu kämpfen und meine Reserven für diesen Kampf sind leer. Der Sprung in die Zeit,in denen wir viel über meinen Tot sprechen und ihn kommen sehen,war gefühlt von einer Minute auf die andere.Es kam so plötzlich - wir sind alle total geschockt und müssen uns einfinden. Einfinden in diese neue Lebenssituation. Mein Körper ist schwach und ich schaffe die normalsten Dinge nicht mehr richtig. Der Krebs ist in meinem Körper explodiert. Nach langem hin und her habe ich heute die erste Dosis der Tabletten genommen,wo wir auch noch nicht wissen ob es was bringt. Die Nebenwirkung sind bei dieser kleinen Dosis ( wird noch gesteigert ) Akzeptabel. Meine Glieder schmerzen, ich bin noch müder aber es ist ok. Morgen steht die Magenspiegelung an um zu sehen wie sie dort arbeiten können um den gallengang wieder frei zu bekommen. Aufgrund der Blockade juckt meine Haut, meine Hände und eben die stellen,wo die Haut dünner ist. Meine Augen werden langsam gelb. Es ist wirklich absolut Wahnsinn das ich nun so bin wie ich bin. Ich werde nicht wie vor 3 Monaten noch tanzend durch die Gegend hüpfen. Meine Hoffnung besteht darin die Tabletten einigermaßen zu vertragen,die Zellen abgetötet werden und ich den Sommer mit meinen Männern genießen kann. Für meine zwei großen ist es sehr schwer und groß T versteht was hier gerade passiert. Von meinem Mann brauche ich nicht sprechen. Ihr könnt sicherlich ahnen wie unsere Welt Kopf steht. Ich wünsche mir das ich am Montag erst einmal wieder nach Hause darf und meine Zeit daheim genießen kann mit allen um mich herum. Heute bleibt mein Papa hier in der Klinik bei mir. Mehr kann ich euch gar nicht sagen. Wir leben gerade bewusst. Alle gemeinsam. Jeden einzelnen Tag. Und das werden wir nun so weiterführen - jeden einzelnen Tag. Wir wissen nicht, was kommt! Aber wir wissen,dass es doch viel schneller kommen kann als man manchmal denkt. Also ihr wundervollen herzensmenschen: schätzt jeden Tag den ihr habt!! Die Welt ändert sich viel zu schnell. Ich umarme euch ❤️

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