Ein WeihnachtswunderNach Brief an den Dieb: Beklaute Mutter erhält Spenden

Es ist Weihnachtszeit. Das merkt man besonders an Ereignissen wie diesen.

Dieser wütende Brief einer beklauten Mutter ging viral.
Dieser wütende Brief einer beklauten Mutter ging viral.
Foto: Facebook / Notes of Berlin

Die Straßen sind voll, Menschen drängen sich aneinander. So ergeht es auch einer alleinerziehenden Mutter aus Berlin, die sich in der U-Bahn durch die Menge kämpft. Danach sind ihre Wertsachen verschwunden - sie wurde beklaut. Und das an Nikolaus!

Solche Vorfälle geschehen täglich – doch diese beklaute Frau lässt die Tat nicht auf sich beruhen. Sie schreibt einen wütenden Brief an ihren Dieb, den sie an der U-Bahn aufhängt und der kurze Zeit später viral geht:

„Du elendes Stück Scheiße, dass mich heute Morgen (06.12.2016) gegen 7.40 Uhr in der U-Bahn Richtung Alexanderplatz beklaut hat.

Ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern. Es ist Nikolaus und du beklopptes Arschloch meinst meine Weihnachten extra teuer machen zu müssen indem du mir meine Ausweise und die Fahrkarte für den Dezember klaust!“

Doch die Mutter will nicht bloß ihren Ärger loswerden, vor allem möchte sie ihre Dokumente wieder haben: „Behalte die 30 Euro in Geld, die meine Kinder und mich über die Woche bringen sollten, aber gib mir meine Papiere wieder.“

Sie ruft den Dieb dazu auf, ihre Ausweise im Fundbüro abzugeben oder an ihre Adresse zu schicken. Für Mithilfe bietet sie dazu noch 30 Euro Finderlohn an.

Es dauert nicht lang, da geht ein Foto des wütenden Briefs bei Notes of Berlin online. Es folgen zahlreiche Kommentare – doch einer sticht besonders hervor:

„Könnt ihr da einen Kontakt herstellen? Ich bin zwar weder der Dieb noch habe ich Hinweise, aber ich finde zu Nikolaus/Vorweihnachtszeit sollte man sich nicht so ärgern müssen. Daher würde ich Sabine gerne 200 € zum (verspäteten) Nikolaus schenken. […]"

Die Zeilen machen sprachlos. „Weihnachten! Ich hab pipi in den Augen“, kommentiert ein gerührter Leser. Tatsächlich wird der Kontakt zur beklauten Mutter hergestellt, doch damit nicht genug: Die Seite selbst erhöht den Betrag um weitere 50 Euro und ruft zu weiteren Spenden auf.

So kommt es, dass die Familie durch die Hilfe fremder Menschen doch noch ein schönes Weihnachtsfest feiern kann. Die rührende Geschichte zeigt, wie einfach es ist, unseren Mitmenschen zu helfen – und lässt endgültig Weihnachtsstimmung aufkommen.

Denn nicht die Menschenmassen und Diebe sind es, die uns zeigen, dass wieder Weihnachtszeit ist. Taten wie diese erinnern uns an den wahren Sinn des Festes und lassen uns doch noch an kleine Weihnachtswunder glauben.

 

Und mit diesen Tipps entgeht ihr dem Weihnachtsstress:

 

(ww4)

 

 

 

 

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