Für mehr Zusammenhalt

Nach Fehlgeburt: Schauspielerin Claire Holt spricht offen über ihre Gefühle

Claire Holt hat eine Fehlgeburt erlitten. Anders als die meisten spricht die Schauspielerin jetzt offen über ihre Gefühle nach der Fehlgeburt – und möchte damit ein Zeichen setzen.

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Schätzungsweise dreißig bis vierzig Prozent der Schwangerschaften enden in den ersten drei Monaten mit einer Fehlgeburt. Manche Frauen werden sogar schwanger und verlieren das Baby so früh, dass sie gar nichts davon wissen.

Aus diesem Grund wechseln sich Freude und Angst in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft häufig ab. Frauen trauen sich kaum, die gute Nachricht zu verkünden, schließlich könnte noch etwas schiefgehen. Sind die drei Monate hingegen vorüber, spricht man offen über die Schwangerschaft – wenn alles gut gegangen ist. Nach einer Fehlgeburt schweigen hingegen die meisten Frauen.

Claire Holt spricht an, worüber andere schweigen

Anders als Claire Holt. Die Schauspielerin ist aus den Serien „Vampire Diaries“ und „The Originals“ und damit verbundenen positiven Schlagzeilen bekannt. Jetzt zeigt die 29-Jährige eine andere, sehr private Seite von sich. Sie teilt auf Instagram ein Foto von sich im OP-Hemd und verkündet darunter, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hat.

Während andere sich in ihrer Trauer am liebsten verkriechen, spricht Claire Holt das Thema Fehlgeburt offen an. Aus einem ganz bestimmten Grund: „Es verängstigt mich immer noch, so private Probleme offen zu legen, aber ich mache es, weil es wichtig ist. Nach meiner Ausschabung habe ich stundenlang nach Erfahrungen anderer Frauen gesucht. Ich versuchte verzweifelt jemanden zu finden, der versteht, was ich fühlte.“

"Ich suchte jemanden, der mir sagt, dass es nicht meine Schuld war"

Viele Frauen fühlen sich mit ihren Gefühlen alleine gelassen. Trotzdem ist eine Fehlgeburt noch immer ein Tabu-Thema in der Gesellschaft. Wieso eigentlich? Geht es nicht allen besser, wenn man anfängt, offener über seine Gefühle zu sprechen – und nicht nur die positiven?

Das wünscht sich auch Claire Holt: „Ich suchte jemanden, der mir sagt, dass meine Depression und Hoffnungslosigkeit normal sind. Dass es nicht meine Schuld war.“

Im Internet fand die Schauspielerin schließlich die Unterstützung, die sie brauchte. Wie schwer es war, solche Erfahrungen zu finde und das nur unter dem Deckmantel der Anonymität im Internet, gibt ihr zu denken: „Es bricht mir das Herz, dass es sich anfühlt, als müssten wir es für uns behalten, wenn wir ein Baby verlieren. […] So viele Menschen gehen da durch und verstehen den Schmerz, doch noch so wenige sprechen darüber“

Eine Fehlgeburt sollte kein Tabu-Thema sein

Zuletzt hat Claire Holt eine Bitte an alle Frauen: „An alle, die bereits da durchmussten, ich verstehe euch. Ich teile euren Schmerz und ihr seid nicht alleine. Bitte seid nett zu euch selbst und ich hoffe, dass ihr eure Geschichte ebenfalls teilen mögt.“

Unter dem Beitrag drücken unglaublich viele Menschen ihr Beileid aus – und berichten über ihre eigene Erfahrung. Deswegen gehören Bilder und Botschaften wie diese auf Instagram. Soziale Netzwerke spiegeln oftmals nur die schönen, schillernden Seiten des Lebens wieder. Claire Holt steht mit ihrer Offenheit nicht nur für eine realitätsnähere Darstellung, sondern auch für mehr Zusammenhalt unter Frauen. Denn gemeinsam lassen sich schwere Zeiten viel besser bewältigen.

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