KatastropheNach Hochwasser in Kreis Ahrweiler: 1300 Menschen vermisst

Nach dem verherrenden Hochwasser im Westen Deutschlands werden noch immer tausende Menschen vermisst.

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Das Entsetzen nach der Flutkatastrophe in Deutschland ist groß. Am vergangenen Mittwoch sorgten Unwetter und Dauerregen für extreme Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Viele Menschen mussten durch das Hochwasser ihr Leben lassen.

 

Hochwasser-Katastrophe: Viele Menschen noch vermisst

Wie die Polizei am Donnerstagabend mitteilte, liegt die Zahl der Unwettertoten mittlerweile bei 80. In NRW starben mindestens 30 Menschen, in Rheinland-Pfalz mindestens 50. Doch die Zahl der Verstorbenen könnte in den kommenden Tagen noch weiter steigen, so die Befürchtungen.

Nach Hochwasser-Katastrophe: Plünderer wollen Situation schamlos ausnutzen!

Denn: Die Bergungsarbeiten in den Orten, die besonders hart getroffen wurden, dauern an. Der Kreis Ahrweiler, in dem unter anderem der zerstörte Ort Schuld liegt, meldet, dass noch immer 1300 Menschen vermisst werden! Das liege allerdings auch an dem teilweise lahmgelegten Mobilfunknetz, so eine Sprecherin. Menschen seien dadurch von der Außenwelt abgeschnitten und nicht erreichbar.

"Man muss im Moment feststellen, mit dem Leerlaufen von Kellern oder dem Leerpumpen von Kellern stoßen wir immer wieder auf Menschen, die ihr Leben gelassen haben in diesen Fluten, sodass ich über die Zahl, wo wir dann am Schluss in etwa landen werden, gar nichts sagen kann. Aber das hier ist schon eine Katastrophe. Das ist dramatisch", so der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz gegenüber der "Bild".

 

Wetterlage entspannt sich -  im Südosten noch Starkregen möglich

Durch die Fluten mussten in dem Kreis 3500 Menschen in Betreuungseinrichtungen untergebracht. Aktuell laufen noch immer Rettungseinsätze in den Gebieten. Aufgrund der komplexen Schadenslage sei allerdings noch keine Beurteilung der Situation vor Ort möglich, teilte der Kreis via Twitter mit.

Der Deutsche Wetterdienst erklärte am Freitagmorgen, dass sich die Wetterlage in Deutschland langsam entspanne. Allerdings sind örtlich mit Gewittern mit Starkregen von 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter sowie Hagel und stürmischen Böen zu rechnen. Für den Südosten kann erneuter Starkregen am heutigen Freitag nicht ausgeschlossen werden.

Artikelbild und Social Media: Getty Images/ Bernd Lauter / AFP

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