AufrufNach Weinstein-Affäre: #MeToo soll sexuelle Übergriffe sichtbar machen

Nach der Harvey Weinstein-Affäre, ruft Schauspielerin Alyssa Milano nun Frauen dazu auf, unter dem Hashtag MeToo von ihren Erlebnissen mit sexueller Gewalt zu berichten.

Es ist einfach nur ekelig: Der Filmproduzenten Harvey Weinstein soll über Jahre Schauspielerinnen und Models vergewaltigt und sexuell genötigt haben. Darunter sind Stars wie Ashley Judd, Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie und Cara Delevingne. Umfangreiche Recherchen des "New Yorker" und der "New York Times" bestätigen sexuelle Übergriffe des 65-Jährigen.

Der Hollywood-Boss gilt mittlerweile als geächtet. Er selbst sagt zu den Vorwürfen: "Ich erkenne an, dass die Art, wie ich mich in der Vergangenheit gegenüber Kolleginnen verhalten habe, viel Schmerz verursacht hat, und ich entschuldige mich aufrichtig dafür. Obwohl ich versuche, es besser zu machen, habe ich noch einen langen Weg vor mir."

 

#MeToo ist ein Aufschrei gegen sexuelle Gewalt

Die Schauspielerin Alyssa Milano aus der Serie "Charmed" kreierte nun einen Hashtag: Unter #MeToo können Frauen von sexuellen Übergriffen berichten. So soll verdeutlicht werden, wie oft dies im Alltag passiert.

Dutzende Frauen meldeten sich daraufhin; in 24 Stunden gab es über 25.000 Antworten auf den Hashtag. Einige erzählen von ihrem Stiefvater oder anderen Verwandten, die sie vergewaltigt haben. Andere Opfer berichten von Belästigungen am Arbeitsplatz, in Fast-Food-Ketten oder auf der Straße:

Die Aktion #MeToo ist bisher die größte Reaktion in der Weinstein-Affäre - und dabei traurig, aber unfassbar wichtig.

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