SonnenNatürlicher Sonnenschutz: Diese Lebensmittel schützen dich vor UV-Strahlen

Kann man sich mit Lebensmitteln vor gefährlicher UV-Strahlung schützen? Aber ja - zumindest als natürliche Unterstützung zur Sonnencreme. Einzige Voraussetzung: Das Essen muss Lycopin enthalten.

Inhalt
  1. Lycopin als UV-Schutz
  2. Diese Lebensmittel enthalten den Sonnenschutz Lycopin
  3. 40 g Tomatenmark am Tag erhöhen den Lichtschutz der Haut

Wer eine Schwäche für natürlich bunte Lebensmittel hat, macht intuitiv alles richtig, um sich vor aggressiver UV-Strahlung zu schützen. Vor allem, wenn man auf die Signalfarbe rot setzt, tut man seiner Haut im Sommer etwas Gutes.

 

Lycopin als UV-Schutz

Denn von Natur aus rote (auch einige Grüne) Lebensmittel enthalten Lycopin (auch Leukopin genannt). Lycopin gehört zu den Carotinoiden, also fettlöslichen Pigmenten. So ist er auch als Lebensmittelfarbstoff E160d in der EU zugelassen.

Doch Lycopin kann mehr als nur Lebensmittel rot färben. Es zählt auch zu den Antioxidantien und Radikalfängern, die schädigende Moleküle in unseren Zellen bekämpfen - und unsere Haut so auch vor Sonnenbrand schützen können.

 

Diese Lebensmittel enthalten den Sonnenschutz Lycopin

Soll das jetzt heißen, dass man Lycopin-haltige Lebensmittel einfach schlemmen kann und ganz flott vor den heißen Sonnenstrahlen geschützt ist? Leider nein. Denn einen Haken gibt es bei der Lycopin-Geschichte schon: Der Stoff ist nicht wasserlöslich. So kommt es auf die Kombination und Verarbeitung der Lebensmittel an, damit sie ihre UV-Schutzfunktion erfüllen. Lycopin wird aus den Lebensmitteln zum einen durch eine Wärmebehandlung freigesetzt, zum anderen durch Fette. Pro Mahlzeit sollten Studien zufolge mindestens 5 bis 10 g Fett (z.B. aus gesunden Ölen) mit Lycopin-haltigen Lebensmitteln kombiniert werden, damit der menschliche Körper den Stoff verwerten kann.

Am meisten Lycopin enthalten verarbeitete Tomatenprodukte, wie etwa Spaghetti- und Pizza-Soße, Tomatensaft, Ketchup und Tomatenmark.

Diese Lycopin-haltigen Lebensmittel schützen dich vor UV-Strahlen:

  • (reife) Tomaten (2.573 µg Lycopin pro100 g); Tomatenmark (rund 6.200 µg Lycopin pro100 g)
  • Wassermelone (4.532 µg Lycopin pro100 g)
  • Papaya (1.828 µg Lycopin pro100 g)
  • Grapefruit (1.135 µg Lycopin pro100 g)
  • Grüner Spargel (30 µg Lycopin pro100 g)
  • Mango (3 µg Lycopin pro100 g)
  • Karotten (1 µg Lycopin pro100 g)
  • Guave, Aprikosen, Blutorangen, Paprika, Erdbeeren...
 

40 g Tomatenmark am Tag erhöhen den Lichtschutz der Haut

Um von der UV-schützende Wirkung zu profitieren, muss man etwa täglich 40 g Tomatenmark (= 16 mg Lycopin) mit Olivenöl über mehrere Wochen verzehren (z.B. als Soßenbeigabe, Brotaufstrich, Suppe etc.). Einer Studie zufolge sorgt der erhöhte Lycopin-Spiegel im Blut für eine Verminderung der Sonnenbrandgefahr um 32 Prozent; der Lichtschutz der Haut wurde durch das Carotinoid also erhöht. Auf Sonnenschutzmittel sollte man Experten zufolge dennoch nicht verzichten.

Übrigens: Lycopin steht im Verdacht, bei regelmäßigem Verzehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, das "schlechte" Cholesterin (LDL) zu senken, Augenerkrankungen, männlicher Unfruchtbarkeit und Hautkrebs. Zudem soll Lycopin eine entzündungshemmende Wirkung haben (Passt ganz gut, wenn man bedenkt, dass Sonnenbrand ebenfalls entzündete Haut ist!).

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