Verkehrte WeltNegativzinsen: Musst du für dein Erspartes draufzahlen?

Wer Erspartes auf dem Konto liegen hat, bekommt kaum noch Zinsen. Stattdessen erheben die Banken und Sparkassen eine Gebühr, sodass Negativzinsen anfallen. Wie kann das sein?  

Verkehrte Welt: Wer Geld auf sein Sparkonto einzahlt, muss damit rechnen, Negativzinsen zu zahlen. Dafür wird man doch eigentlich mit Zinsen dafür belohnt, wenn man Erspartes zur Bank bringt. Laut des Finanzportals Biallo verlangen bereits 112 Institute Strafzinsen auf Guthaben.

Bisher sind Geschäftskunden und vermögende Privatpersonen deren Einlagesumme 250.000 oder 500.000 Euro beträgt von den Negativzinsen betroffen. Aber auch Kunden, deren Guthaben mehr als 100 000 Euro beträgt, müssen jetzt schon bei einigen Instituten draufzahlen.

Negativzinsen: Warum du auf dein Erspartes extra zahlen musst
Negativzinsen auf Erspartes - trifft das auf dich zu?
Foto: iStock
 

Darum muss auf Erspartes Zinsen gezahlt werden

Der Grund für die mögliche Zusatzzahlung liegt bei der Europäischen Zentralbank: Erhöht diese den Einlagezins von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent, kann es sein, dass Banken und Sparkassen das den Kunden in Rechnung stellen. So hat die Stadtsparkasse München 2018 Negativzinsen in Höhe von 13 Millionen Euro bezahlt. „Wenn aus 13 Millionen einmal 20 oder sogar noch mehr werden, dann können wir das irgendwann nicht mehr abfangen", sagte der Chef der Stadtsparkasse München, Ralf Fleischer, dem ,Münchner Merkur'.  

Eine gute Nachricht gibt es aber für alle, die ein paar Tausend Euro oder weniger gespart haben: Sie müssen wohl nicht mit Negativzinsen rechnen.

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