Im Abwasser

Neue Corona-Mutationen in New York entdeckt – was wir bisher darüber wissen

In New York haben Forscher neue Corona-Mutationen entdeckt. Doch woher stammen sie und wie gefährlich sind sie wirklich?

Neue Corona-Mutationen in New York entdeckt – was wir bisher darüber wissen
Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Während die Omikron-Welle derzeit mit voller Wucht über Deutschland hinweg rollt, haben Forscher der City University of New York längst neue Corona-Mutationen entdeckt - und zwar im Abwasser! Das Beunruhigende: Die neuen Mutanten könnten resistent gegen gewisse Impfstoffe oder Antikörper sein.

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Bereits seit über einem Jahr untersuchen Forscher der City University of New York das Abwasser der Metropole, um neue Corona-Mutationen möglichst frühzeitig zu entdecken und handeln zu können. Genau dieser Fall ist nun eingetreten!

"Wir haben Mutationen entdeckt, die Resistenzen gegen Antikörper oder bestimmte Impfstoffe entwickelt haben. Und die sogar von einer anderen Quelle als einem Menschen übertragen werden könnten", zitiert "Tagesschau"-Korrespondentin Anja Passenheim Monica Trujillo, Mikrobiologin am Queensborough Community College

Doch woher kommen diese neuen Viren genau? Aktuell vermutet das Team rund um Virologe John Donnehy, dass die entdeckten Mutationen von Tieren stammen können.

"Wir fanden im Abwasser natürlich Spuren von Tierarten, die Menschen gegessen haben: Kuh, Schwein, Huhn, Schaf, Lachs. Aber all diese Tiere leben nicht in New York City und können daher nicht Quelle sein. Anders Ratten, Katzen und Hunde", so Donnehy.

Grund zur Sorge: Sind die neuen Corona-Mutationen gegen Impfstoffe resistent?

Das Gefährliche an der Entdeckung der New Yorker Forscher: "Wir sind auf Virus-Fragmente gestoßen, die eine einzigartige Konstellation von Mutationen aufweisen. Diese Struktur, die wir in dieser New-York-Variante gefunden haben, die wurde noch nirgends auf der ganzen Welt gesehen." Zwar wurden die Mutationen noch bei keinen Menschen nachgewiesen und es gibt bislang keinen Beweis dafür, "dass die Virus-Partikel, die wir aus dem Abwasser isoliert haben, in irgendeiner Form infektiös sind", dennoch sei es wichtig, wachsam zu bleiben und die Entwicklung weiter zu beobachten.

"Solange wir die Quelle für diesen Mutanten nicht kennen und nicht besser verstehen, was wir da sehen, können wir auch nicht ausschließen, dass diese Variante irgendwann einmal Konsequenzen nach sich ziehen wird", warnt Donnehy.

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