Gesetze & RegelungenNeue Gesetze: Das ändert sich zum September 2017

Am 01. September 2017 treten neue Gesetze in Kraft. Was sich diesen Monat ändert und welche Regelungen neu sind.

Neue Gesetze September 2017
Auch zum September 2017 ändert sich die Gesetzeslage in Deutschland
Foto: iStock
Inhalt
  1. Staubsauger verbrauchen weniger Strom
  2. Schutz für schwangere Schlachttiere
  3. Vorteile für Carsharing-Nutzer
  4. Aufzüge werden sicherer
  5. Neues Testverfahren für Autos
  6. Neue Lärmschutzvorgaben für Sportanlagen
  7. Mehr Sicherheit auf dem Oktoberfest 2017
  8. Bundestagswahl: Neue Regierung wird gewählt

 

Staubsauger verbrauchen weniger Strom

Ab dem 1. September gilt eine neue Richtlinie für Staubsauger. Demnach dürfen neue Modelle nur noch maximal 900 Watt stark sein (bisher waren bis zu 1.600 Watt erlaubt). Gleichzeitig muss die Saugkraft erhalten bleiben: Neue Modelle müssen auf Hartböden mindestens 98 Prozent erreichen, auf weichem Untergrund 75 Prozent. Das Effizienzlabel für Staubsauger wird dementsprechend angepasst: Statt von A bis G sind Staubsauger nun mit A+++ bis D deklariert.

Grund dafür ist der hohe Stromverbrauch von Staubsaugern. So sollen aus jährlichen 62 Kilowattstunden nur noch maximal 43 Kilowattstunden auf Staubsauger entfallen. Auch der Staubsauger-Lärm darf nun nicht mehr als 80 Dezibel betragen. 

 

Schutz für schwangere Schlachttiere

Ist ein Tier (Rinder, Schweine) im letzten Drittel seiner Trächtigkeit, darf es nicht mehr geschlachtet werden. Zu diesem Zeitpunkt können die Föten vermutlich schon Schmerz empfinden, wie wissenschaftliche Untersuchungen nahelegen. Dieses Verbot, das am 1. September 2017 in Kraft tritt, gilt allerdings nicht für Ziegen und Schafe (da bei ihnen der Zeitpunkt der Besamung oft nicht bestimmt werden kann).

Ebenfalls neu: Pelztiere dürfen nur noch mit behördlicher Erlaubnis gezüchtet und gehalten werden.

 

Vorteile für Carsharing-Nutzer

Am 1. September tritt ein neues Carsharing-Gesetz in Kraft. Demnach sollen Bundesländer nun selbst entscheiden können, Sonderparkplätze oder gar kostenfreie Parkplätze für Carsharing-Autos einzurichten.

Ob und wie die Bundesländer bzw. Kommunen diese Möglichkeit nutzen, ist nun ihnen überlassen.

 

Aufzüge werden sicherer

Neu installierte Aufzüge müssen ab dem 1. September 2017 nach strengeren Richtlinien eingebaut werden. Dazu gehören u.a. eine verbesserte Festigkeit der Kabinen und ein engmaschiger Lichtvorhang im Türbereich. Gläserne Aufzüge bzw. die Schachtwände müssen aus Verbundsicherheitsglas bestehen.

Durch die neuen gesetzlichen Vorgaben werden Aufzüge rund fünf Prozent teurer werden.

 

Neues Testverfahren für Autos

Nach dem Abgasskandal müssen neu entwickelte Fahrzeuge ab dem 1. September 2017 mit einem neuen Messverfahren geprüft werden. Die Vereinten Nationen entwickelten den sogenannten Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure (WLTP) zur Ermittlung der Abgaswerte von Autos.

In dem neuen Test sind mehrere Brems- und Beschleunigungsprozesse vorgesehen, sowie Fahrsituationen in Innenstadt und auf der Autobahn. Auch Reifendruck und Temperatur müssen vor dem Test berücksichtigt werden. Der WLTP soll in Zukunft als internationaler Standard gelten.

Wie sich der neue Test auf die KfZ-Steuer auswirken wird, ist noch nicht bekannt.

 

Neue Lärmschutzvorgaben für Sportanlagen

Am 9. September tritt eine neue Lärmschutzverordnung in Kraft. Ab dann gilt an Sonn- und Feiertagen sowie abends dieselbe Lärmschutzgrenze wie an Werktagen. Das neue Gesetz soll eine intensivere Nutzung von Sportanlagen fördern.

 

Mehr Sicherheit auf dem Oktoberfest 2017

Am 16. September startet um 12 Uhr das 184. Oktoberfest in München (Bayern). Dieses Jahr werden mehr Kameras, Lautsprecheranlagen (für Warndurchsagen) und Betonelemente aufgestellt, mehrere Eingangskontrollen durchgeführt (die Mitnahme großer Taschen ist verboten). Das Oktoberfest endet dieses Jahr am 3. Oktober 2017 - dauert somit insgesamt 18 Tage und länger als letztes Jahr (17 Tage).

 

Bundestagswahl: Neue Regierung wird gewählt

Am 24. September ist Bundestagswahl. Alle Wahlberechtigten dürfen zwei Stimmen abgeben: Die Erststimme für einen Direktkandidaten (also eine Person, die in den Bundestag einziehen soll), die Zweitstimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag (also die Partei, die im Bundestag vertreten sein soll).

Welche Partei sich wie für Frauenrechte einsetzt, lest ihr HIER.

Willst du aktuelle News von Wunderweib auf dein Handy bekommen? Dann trag' dich schnell in unserem WhatsApp-Newsletter ein!

Was sich bis jetzt geändert hat:

>> Das ändert sich zum August 2017

>> Das ändert sich zum Juli 2017

>> Das ändert sich im Juni 2017

 

(ww7)

Kategorien: