FamilienlebenNeue Studie: Großeltern schaden ihren Enkelkindern

Eine neue Studie zeigt, dass die Zeit, die Kinder mit ihren Großeltern verbringen, schädlich sein kann.

Richtig gelesen, jetzt sollen sogar schon Oma und Opa für Entwicklungsschäden bei den Kindern verantwortlich sein – zumindest wenn man den Ergebnissen einer schottischen Studie glauben will.

Großeltern lieben es, ihre Enkel ausgiebig zu umsorgen und zu verwöhnen. Da darf es gerne etwas mehr sein – mehr Süßigkeiten, mehr Eiscreme, mehr Fernsehen. Doch was macht es eigentlich mit einem Kind, wenn es bei den Großeltern all die Regeln der Eltern brechen darf und zur „Belohnung“ auch immer wieder etwas Geld zugesteckt bekommt?

 

Neue Glasgow-Studie

Untersuchungen an der Universität von Glasgow haben nun ergeben, dass der Einfluss der Großeltern dem Kind wohl durchaus schaden kann. Zumindest wenn sie es mit ihrer Sonderbehandlung übertreiben. Es kann nämlich zu erheblichen Problemen in der Erziehung führen, wenn die Kinder die Sonderbehandlungen auch von ihren Eltern einfordern oder sich daran gewöhnen, immer nur das zu machen, wonach ihnen gerade ist.

Zudem sehen Großeltern auch ihre eigene Vorbildfunktion gegenüber den Kindern entspannter. Schlechte Angewohnheiten, wie beispielsweise das Rauchen von Zigaretten, werden ganz entspannt ausgelebt. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Kinder die schönen Erinnerungen und Freiheiten von Oma und Opa mit deren schlechten Verhaltensweisen verknüpfen und diese später auch für sich selbst adaptieren.

 

Klare Regeln sind wichtig

Wenn sich die Kinder regelmäßig bei den Großeltern aufhalten, sollten daher klare Regeln vereinbart werden, an die sich alle halten müssen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen gibt es dann natürlich einen großen Spielraum für die Großeltern. Solang den Kindern aber offen kommuniziert wird, welche Regeln zu Hause gelten und welche bei den Großeltern lockerer gesehen werden, sollte es keine großen Probleme geben.

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