Steigende Corona-Zahlen

Neuer Corona-Rekord: Das fordert Angela Merkel jetzt

Angela Merkel findet angesichts steigender Corona-Zahlen klare Worte – mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung.

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Während in Frankreich heute (26.10.) 52.000 Corona-Infektionen gemeldet wurden, ist auch die Lage in Deutschland aufgrund steigender Zahlen weiter angespannt. Die Gesundheitsämter meldeten 8.685 Neuinfektionen, wobei die Werte erfahrungsgemäß höher sein werden, da nicht alle Behörden ihre Zahlen am Wochenende übermitteln. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei internen Beratungen laut Medienberichten sehr besorgt gezeigt haben.

Angela Merkel: "So kann es nicht weitergehen"

So sagte die Bundeskanzlerin im Gespräch mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer: "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor". Sie habe "kein so gutes Gefühl" und stellt klar: "So kann es nicht weitergehen." Merkel gehe "von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus.“ Daher werde es, so Merkel, bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen geben. 

Am Wochenende appellierte die Bundeskanzlerin bereits in einem Podcast: "Das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen." Die Gesundheitsämter kämen mit der Kontaktverfolgung nicht mehr hinterher. 

Neuer Corona-Rekord: Das fordert Angela Merkel jetzt
Angela Merkel zeigt sich angesichts der steigenden Neuinfektionen besorgt. Foto: imago images / photothek

Steht uns ein zweiter Lockdown bevor?

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, sprach letzte Woche in einem Interview von einem zweiten Lockdown, sollten die Neuinfektionen bei 20.000 liegen. Und auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen zweiten Shutdown für möglich: "Wenn es uns in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht gelingt, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden die Zahlen in wenigen Wochen so stark gestiegen sein, dass uns nur noch ein erneuter Lockdown bleibt"

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll Merkel in der internen Sitzung zwar nicht von einem Lockdown gesprochen haben. Jedoch soll sie gesagt haben, dass sie glaube, man könne das Virus nicht "mit einfachen Mitteln" in den Griff bekommen. 

Für den 28. Oktober ist eine Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage geplant. Zuvor war der 30. Oktober angesetzt, doch aufgrund der Lage will Merkel laut Spiegel-Informationen das virtuelle Treffen um zwei Tage vorziehen.

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