Raucher-StudieNeuer Vorstoß für Rauchverbot im Auto in Deutschland

Inhalt
  1. DEBRA-Studie: Mehrheit der Raucher für Rauchverbot im Auto!
  2. So sehr schadet Passivrauchen Kindern
  3. Viele Politiker sind gegen mehr Anti-Raucher-Gesetze

Selbst Raucher wollen das Rauchverbot im Auto, wenn Kinder anwesend sind! Neue Raucher-Studie stärkt Politiker, die für Nichtraucherschutz kämpfen.

 

DEBRA-Studie: Mehrheit der Raucher für Rauchverbot im Auto!

Das Rauchen im Auto muss verboten werden, findet SPD-Politiker Lothar Binding laut einem Bericht im Spiegel – dann, wenn Kinder im Auto sind: "Die persönliche Freiheit des Erwachsenen hört auf, wo er die Gesundheit der Kinder gefährdet. Und viele Menschen, die nikotinsüchtig sind, können sich nur an solche Regeln halten, wenn sie für alle gelten", erklärte der Bundestagsabgeordnete, der sich schon seit vielen Jahren für den Schutz von Nichtrauchern einsetzt.

Jetzt gibt es neuen Rückenwind für die Politiker, die besonders Kinder vor Passivrauchen schützen wollen. Denn in einer neuen Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat sich herausgestellt, dass auch eine Mehrheit der deutschen Raucher ein Rauchverbot im Auto bei der Anwesenheit von Kindern befürwortet!

67 Prozent der befragten Raucher sprachen sich für ein solches Rauchverbot zum Schutz der Kinder aus.

Neuer Rückenwind für mehr Nichtraucherschutz: In einer großen Raucher-Studie hat sich eine Mehrheit der Raucher für ein Rauchverbot im Auto zum Schutz von Kindern ausgesprochen.
Neuer Rückenwind für mehr Nichtraucherschutz: In einer großen Raucher-Studie hat sich eine Mehrheit der Raucher für ein Rauchverbot im Auto zum Schutz von Kindern ausgesprochen.
Foto: iStock

Für die DEBRA-Studie ("Deutsche Befragung zum Rauchverhalten") wurden 10.000 Teilnehmer befragt, sie ist damit eine der umfangreichsten Untersuchungen zum Thema Rauchen in Deutschland.

 

So sehr schadet Passivrauchen Kindern

Kinder sind besonders empfindlich für Schädigungen durch Zigarettenrauch – ihre Lunge ist noch nicht vollständig ausgebildet und ihr Entgiftungssystem noch nicht ausgereift. Noch dazu atmen sie öfter als Erwachsene. Darum erhöht jeder Atemzug voller Nikotin und weiterer Schadstoffe ihr Risiko für Krankheiten wie Asthma, Lungenschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Selbst ein plötzlicher Kindstod könne durch Zigarettenrauch ausgelöst werden, schildert ein Experte gegenüber dem Spiegel.

Bisher können Eltern es im Auto halten wie sie wollen, ob sie rauchen oder nicht, wenn ihre Kinder anwesend sind, ist ihnen überlassen.

Laut Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit etwa 60.000 Menschen pro Jahr an den Folgen von Passivrauchen, davon sind 165.000 minderjährig. Von den deutschen Rauchern qualmt etwa ein Drittel auch hinter dem Steuer – das Deutsche Krebsforschungszentrum geht davon aus, dass rund eine Million Kinder in Deutschland ständig dem Tabakrauch im Auto ausgeliefert sind.

 

Viele Politiker sind gegen mehr Anti-Raucher-Gesetze

Es ist also dringend zu hoffen, dass sich die deutschen Politiker vermehrt für den Schutz von Nichtrauchern und insbesondere von Kindern einsetzen. SPD-Mann Lothar Binding will auch in der nächsten Legislaturperiode mit aller Macht dafür kämpfen. Allerdings gibt es in allen Fraktionen großen Widerstand gegen weitere Anti-Raucher-Gesetze. Zu viel Geld spült die Tabak-Industrie in die deutsche Wirtschaft. Argumentiert wird aber natürlich anders, wie etwa damit, dass man nicht gegen den Willen der Bürger immer mehr Gesetze zur Einschränkung der persönlichen Freiheit erlassen wolle.

Ein neues „Gesetz zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes“, dass die Außenwerbung für Zigaretten massiv einschränken und niktotinfreie E-Zigaretten beim Geusndheitsschutz mit "echten" Zigaretten gleichstellen soll, droht gerade verschleppt zu werden. Für dieses Gesetzt engagieren sich insbesondere Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU), Dropgenbauftragte Marlene Mortler (CSU) und Bundesgesundheitsminister Hermann Grohe (CDU).

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