Krankenkassenbeiträge werden angepasstNeues Gesetz: Finanzielle Entlastung für Versicherte

Die Beiträge für Krankenversicherungen sollen wieder sinken und die Versicherten so dauerhaft entlastet werden. Das wurde in einem neuen Gesetz beschlossen. Gerade in Hinblick auf die Zukunft, in der medizinische Versorgung teurer wird, ist das ein entlastender Schritt für Arbeitnehmer.

Am Donnerstag wurde ein neues Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (SPD) im Bundestag verabschiedet, das erneut die gleichmäßige Aufteilung der Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung zwischen Arbeitgeber und Nehmer festsetzt. Das Gesetz soll ein Schutz vor steigenden Gesundheitskosten gewährleisten. In einer solchen Situation müssen die Versicherten dann nicht mehr die Kosten alleine tragen. Die Zahlungen werden wieder komplett zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt.

 

Investition in die Zukunft

"Das ist eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft", meint der Gesundheitsexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Kai Helge Vogel, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Damit wird auch der Zusatzbeitrag, den Arbeitnehmer zurzeit alleine tragen, wieder aufgeteilt.

"Die kurzfristigen Einsparungen dadurch sind nicht so groß", meint Vogel. Bei einem Bruttoeinkommen von beispielsweise 2.000 Euro würde man etwa zehn Euro im Monat einsparen. Doch bei der Anpassung der Beiträge handelt es sich um eine Maßnahme, die die Arbeitnehmer in Zukunft vor hohen Kosten schützen soll. Da die Bevölkerung immer älter und der medizinisch-technische Fortschritt teurer wird, steigen die Beiträge stetig an.

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Es gibt einen allgemeinen Teil von 14,6 Prozent des Bruttolohnes, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen. Zusätzlich zahlt der Arbeitnehmer aktuell einen Beitrag von derzeit 1,0 Prozent. Dieser wird in Zukunft auch wieder zwischen Arbeitgeber und Nehmer aufgeteilt.

 

Entlastung von Selbstständigen 

Auch Selbstständige werden endlich entlastet. Aktuell werden ihre Beträge für die gesetzliche Krankenversicherung an einer Mindestbeitragsbemessungsgrundlage berechnet, die meist über dem tatsächlichen Einkommen liegt. Diese Bemessungsgrundlage wird mit dem neuen Gesetz halbiert und beträgt für das Jahr 2018 auf 1141,88 anstatt 2283,75 Euro im Monat. Das ergibt einen Mindestbeitrag von 171,28 Euro.

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