TierschutzNeues Stierkampf-Gesetz: Tötung und Verletzung der Stiere verboten

Auf den Balearen gibt es ein neues Stierkampf-Gesetz. Stiere dürfen hier im Kampf weder verletzt, noch getötet werden – ein Triumph für den Tierschutz.

Auf den Balearen darf beim Stierkampf kein Tier mehr getötet werden.
Auf den Balearen darf beim Stierkampf kein Tier mehr getötet werden.
Foto: iStock

Der Stierkampf ist fest in der spanischen Kultur verankert. Unzählige Menschen ergötzen sich am Leid eines Stieres, der hilflos und misshandelt durch die Arena gejagt wird – bis der Torero ihn meist tötet, oder so schwer verletzt, dass er später stirbt. Tierschützer kämpfen bereits seit Jahren gegen den Stierkampf – jetzt konnte ein erster Triumph verzeichnet werden.

Auf den Balearen wurde am Montag ein neues Gesetz beschlossen. Demnach bleibt der Stierkampf als Tradition zwar bestehen, es dürfen dabei allerdings keine Tiere mehr getötet werden. Zudem unterliegt der Kampf neuen Regelungen: Drei Stiere dürfen für höchstens zehn Minuten gejagt werden. Der Torero darf die Tiere dabei mit einem spitzen Gegenstand weder provozieren, noch verletzen.

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Auch wird der Stierkampf kein Familienevent mehr sein. Zuschauer unter 18 Jahren sind zukünftig bei Stierkämpfen auf den Balearen verboten, ebenso darf kein Alkohol ausgeschenkt werden.

Doch das Gesetz sieht noch weitere Änderungen vor, die das traditionelle Stiertreiben von Fornalutx betreffen. Auch Veranstaltungen solcher Art sollen unter tierfreundlicheren Bedingungen stattfinden, bei denen der Stier auf freiem Gelände läuft.

Das neue Stierkampf-Gesetz klingt nach einem Mittelweg – zwischen Bewahrung der Tradition und dem Wohl des Tieres. Als Vorreiter gelten bisher die Kanaren, auf denen der Stierkampf bereits gänzlich verboten ist. Nun ziehen die Balearen nach. Auf dem Festland wird das Umdenken wohl noch auf sich warten lassen, dort ist der Stierkampf noch immer fest in der Kultur verankert. Doch auch hier finden vermehrt Demonstrationen von Tierschützern statt.

Im Video: Diese Gesetzesänderungen wünschen wir uns noch

 

(ww4)

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