Nach Schwulen-OutingNeunjähriger wird von Mitschülern gemobbt und begeht Suizid

In Amerika beging ein Neunjähriger Suizid. Er soll von seinen Mitschülern gemobbt worden sein, nachdem er sich als schwul geoutet hatte.

Jamel Myles lebt mit seiner Mutter Leia Pierce in Denver, Colorado in den USA. Ihr gegenüber outete er sich im Sommer als schwul und wollte sich nach den Sommerferien auch seinen Mitschülern offenbaren. „Er habe den Leuten sagen wollen, dass er schwul ist, weil er stolz auf sich war“, erzählt die Mutter. Als das vierte Schuljahr endlich anbrach, setzte der Junge sein Vorhaben in die Tat um.

Allerdings stieß seine ehrliche Offenheit wohl nicht auf besonders viel Begeisterung. Laut seiner Mutter sollen seine Mitschüler ihn gemobbt und aufgefordert haben sich umzubringen. Das nahm sich Jamel so sehr zu Herzen, dass er mit seinen neun Jahren tatsächlich Suizid beging. Seine Mutter fand ihn zu Hause tot auf.

In einem Video-Interview mit der britischen BBC News berichtet Leia Pierce von ihrer Trauer. „Wollt ihr wissen, wie es ist gleichzeitig tot und lebendig zu sein? Dann verliert ein Kind. Es ist so schmerzhaft. Das Herz bricht jede Sekunde. Ich weiß gar nicht mehr was ich tun soll, weil derjenige der sonst immer da gewesen ist, plötzlich nicht mehr da ist. Das Leben ist einfach nicht mehr fair.“

Die Grundschule, an die Jamel ging, biete nun in Reaktion auf den Suizid psychologische Beratung für die Mitschüler an.

Weiterlesen:

 

Kategorien: