"Terrorakt"Neuseeland: Grauenvolle Anschläge auf zwei Moscheen - 49 Tote

Im neuseeländischen Christchurch hat mindestens ein Täter über 49 Menschen in zwei Moscheen getötet. 

17 Minuten. So lange schießt ein Neuseeländer auf Erwachsene und Kinder, die gerade am Freitagsgebet in einer Moschee in Christchurch teilnahmen. Der Mann filmt seine grauenvolle Tat live auf Facebook. Er kündigt das Massaker in der Al-Noor-Moschee mit den perfiden Worten „Lass die Party beginnen“ an.

Kurz nach der Tat fallen in einer Moschee im Vorort Linwood weitere Schüsse. Insgesamt sterben 49 Menschen, über 48 kommen mit Schussverletzungen ins Krankenhaus.

 

Neuseeland: Vier Verdächtige festgenommen

Die Polizei machte bisher noch keine Angaben darüber, wie genau die Tat ablief. Vier Verdächtige wurden festgenommen, eine Frau und drei Männer. Der mutmaßliche Täter ist nach Angaben von Australiens Premier Scott Morrison ein rechtsextremer Australier, der zuvor auf keiner Terrorliste stand.

Im Netz kursiert ein rechtsradikales Manifest. Es kündigt den Anschlag anscheinend an. Allerdings ist noch nicht bestätigt, ob es mit den mutmaßlichen Tätern in Verbindung steht. Nach Informationen der Zeit, habe sich ein 28-Jähriger zu der Tat bekannt. In dem 28 Seiten langen Text schreibt er, er habe zeigen wollen, dass es selbst in entlegensten Teilen der Welt "Massenmigration" gebe.

Wie der Spiegel berichtet, soll einem Verdächtigen, der Ende 20 ist, Mord vorgeworfen werden. Er soll noch an diesem Wochenende einem Richter vorgeführt werden.

 

"Schwarzer Tag" für Neuseeland

Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einem „Terrorakt“ und „einem der schwärzesten Tage“ für Neuseeland. "Was hier passiert ist, ist ein außerordentlicher und beispielloser Gewaltakt", sagte Ardern. "Die Person, die diesen Gewaltakt ausgeführt hat, gehört nicht zu uns."

Zahreiche Politiker weltweit verurteilen die Tat. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) schrieb auf Twitter: "Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Verbrechen in Christchurch. In diesen schweren Stunden stehen wir fest an der Seite unserer neuseeländischen Freunde." 

Die Bevölkerung von Neuseeland ist fassungslos über die feigen Anschläge, die so viel Leid hervorbringen. Die Tat erinnert an den rechtsradikalen und islamfeindlichen Massenmörder Anders Behring Breivik , der im Juli 2011 auf der norwegischen Insel Utøya 77 Menschen tötete.

Wann immer solch schreckliche Taten auf dieser Welt geschehen, bleibt eine Frage: Warum? 

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