Neues Gesetz New York: E-Zigaretten-Verbot in Restaurants und Bars

Rauchverbot in Gaststätten gibt es mittlerweile in vielen Ländern. New York geht jetzt noch einen Schritt weiter und schließt auch die E-Zigarette mit ein.  



Seit 2007 gibt es in Deutschland das Rauchverbot in Gaststätten. Damals sorgte es für viele Diskussionen, denn man sah die Existenz kleinerer Kneipen und Gaststätten gefährdet. Mittlerweile hat sich das Nichtraucherschutzgesetzt fest in den Köpfen der Bürger etabliert und man fühlt sich beim Essen regelrecht gestört, wenn einem auch nur der Hauch von Zigarettenqualm in die Nase steigt. Als positiver Nebeneffekt erleichterte das Gesetz auch vielen Rauchern das Aufhören – Rauchen hatte einfach nicht mehr so einen hohen Stellenwert und war ohnehin beim gemütlichen Zusammensitzen verboten. 
Das Gesetzt bezieht sich jedoch nur auf das Rauchen von Tabak-Produkten wie Zigaretten, Zigarren und Pfeifen. E-Zigaretten gehörten wiederum nicht dazu, sodass sich eine Grauzone entwickelt hat, die das Rauchen in geschlossenen Räumen weiterhin ermöglicht

 

New York geht mit gutem Beispiel voran

Nachgewiesenermaßen sind jedoch auch E-Zigaretten mit einem beträchtlichen Gesundheitsrisiko für Raucher und Passivraucher behaftet. Warum sollte man das Rauchen der E-Zigarette also als Grauzone dulden? Diese Frage stellte sich wohl auch New Yorks Bürgermeister Andrew Cuomo und unterzeichnete kurzerhand eine Verordnung, die besagt, dass künftig auch E-Zigaretten nicht mehr in öffentlichen, geschlossenen Räumen geraucht werden dürfen. Das neue Gesetz soll schon in den kommenden 30 Tagen in New York in Kraft treten. Ähnliche Gesetze sollen auch Kalifornien und Utah beschlossen haben. 
Ob sich ein Rauchverbot der E-Zigarette in Restaurants und Bars auch in Deutschland durchsetzen wird ist bisher noch unklar. Da das Nichtraucherschutzgesetzt auf Länderebene geregelt wird, wäre es allenfalls für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und das Saarland denkbar – diese Länder setzten sich bereits damals schon am konsequentesten für das Verbot ein. Bisher ist diesbezüglich allerdings nichts bekannt. 

 

Welche Risiken gehen von der E-Zigarette aus? 

Beim Rauchen einer E-Zigarette wird kein Tabak verbrannt. Zieht der Rauchende an der Zigarette oder aktiviert sie manuell, erhitzt ein Heizdraht die Flüssigkeit, das sogenannte Liquid und bringt es zum Verdampfen. Der Konsument raucht dann den entstandenen Dampf. Zwar soll diese Variante ca. 95 Prozent weniger schädlich als das Tabakrauchen sein, gesundheitlich unbedenklich ist der Dampf aber keineswegs. Die Dämpfe können nämlich schädliche Chemikalien wie Nikotin oder auch Schwermetalle wie Nickel, Zinn und Blei in die Lunge der Raucher und Passivraucher transportieren. Demnach ist auch hier Vorsicht geboten. 

Mehr zu diesem Thema:

 

Kategorien: