GesundheitNiedersachsen: Rotavirus-Infektionen sind stark gestiegen

Das Robert-Koch-Institut meldete einen Anstieg des Rotavirus in Niedersachen. Während es 2015/2016 noch 1.600 Erkrankungen gab, ist die Zahl 2016/2017 auf 2.800 Fälle gestiegen. In ganz Deutschland gab es einen Anstieg von 24.000 auf 37.420 Erkrankungen.

Das Rotavirus gilt als die weltweit häufigste Durchfallerkrankung bei Erwachsenen; vor allem Babys und Kinder im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren sind betroffen. Das Virus ist hochansteckend und leicht übertragbar: Schon kleinste Stuhl-Reste an den Händen können von der Hand in den Mund gelangen und für eine Infektion sorgen. Symptome äußern sich dann in Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen bis hin zu Fieber. Wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird, kann das Virus tödlich enden. Daher sollte bei den ersten Anzeichen unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Rotaviren auf dem Vormarsch - Ansteckungen bereits versechsfacht iStock

 

Zahl der Virus-Infektionen ist in Niedersachen um 1200 gestiegen 

Wie das Robert-Koch-Institut nun meldete, sind die Erkrankungen in Niedersachen von 1600 auf 2800 Fälle gestiegen. In Bremen erhöhte sich die Zahl bespielsweise von 169 auf 224 Infektionen. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr. So gab es 2007/2008 in Niedersachsen sogar 6600 Rotavirus-Erkrankungen. 

Die Daten werden immer von Oktober bis September erfasst, die meisten Erkrankungen verzeichnet das Institut im April. Insgesamt registriert das Robert-Koch-Institut durchschnittlich 50.000 Rotavirus-Infektionen in Deutschland. Seit 2001 ist die Krankheit meldepflichtig. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer höher ist, da nicht alle betroffenen Patienten zum Arzt gehen.

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