EntspannungNiksen - der neue Trend des Nichtstuns

Ein neuer Wellness-Trend findet seinen Weg aus den Niederlanden zu uns: Niksen. Was dir das schöne Nichtsstun bringt und was du dabei beachten solltest. 

Inhalt
  1. Was bedeutet "Niksen"?
  2. Niksen? Soll ich da meditieren?
  3. Warum es sich lohnt, den "Niksen"-Trend auszuprobieren

Mit dem "Hygge"-Trend aus Dänemark haben wir bereits für mehr Gemütlichkeit und Auszeiten in unserem Alltag gesorgt, mit "Lagom" haben uns die Schweden das Bewusstsein für mehr Balance vermittelt. Nun folgt mit "Niksen" ein neuer, aber eigentlich doch schon ganz alter, Trend aus den Niederlanden. 

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Was bedeutet "Niksen"?

Direkt aus dem Niederländischen übersetzt bedeutet das Wort "Nichtstun" - und genau darum geht es bei diesem Wellness-Trend. Das bedeutet aber auch nicht, es sich mit einem Buch gemütlich zu machen, Tagebuch zu führen und sich in Achtsamkeit zu üben. Wer "Niksen" praktiziert, macht wirklich rein gar nichts, lässt seine Gedanken schweifen. Denk doch einmal darüber nach, wann so etwas in deinem Alltag aktuell noch vorkommt. Gönnst du dir wirklich mal einen Moment des absoluten und bewussten Nichtstuns

 

Niksen? Soll ich da meditieren?

Jetzt kann schnell der Gedanke aufkommen, dass "Niksen" doch gleichzusetzen wäre mit Meditation. Doch auch das ist nicht gemeint. Während wir beim Meditieren nämlich versuchen, unseren Gedanken auszuschalten um unsere Aufmerksamkeit beispielsweise auf unseren Atem zu lenken, findet eine solche Fokussierung beim Nichtstun nicht statt.

"Niksen" steht für das, was uns heutzutage unglaublich schwerfällt: einfach mal dasitzen und sich mit nichts zu beschäftigen. In der Regel zücken wir doch alle in jeder noch so kleinen Pause schon unser Smartphone, fangen an, durch unseren Instagram-Feed zu scrollen oder beantworten fix zwei bis drei WhatsApp-Nachrichten. 

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Warum es sich lohnt, den "Niksen"-Trend auszuprobieren

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Nichtstun hat in unserer heutigen Gesellschaft einen ziemlich schlechten Ruf. Schließlich gibt es doch immer genug zu tun! Doch da muss umgedacht werden: Denn nur weil du dir zum Beispiel einmal am Tag zehn Minuten für dich gönnst, in denen du deine Gedanken ohne Einschränkungen und Deadline abschweifen lassen kannst, bedeutet das nicht, dass du faul bist. Ganz im Gegenteil!

Diese kleinen Pausen, in denen wir dem "Niksen"-Trend folgen und mal rein gar nichts tun, können sogar dazu führen, dass wir produktiver und kreativer werden. Unser Gehirn schaltet schließlich nie wirklich ab. Gegenüber dem Time-Magazin sagte der niederländische Soziologe und Professor Ruut Veenhoven von der Erasmus Universität in Rotterdam, der Glück erforscht: "Selbst wenn wir nichts tun, verarbeitet unser Gehirn immer noch Informationen und kann die verfügbare Energie nutzen, um aktuelle Probleme zu lösen." 

Wichtig ist nur, deine Art und Weise des Nichtstuns zu finden, die dich wirklich entspannt. Vielleicht gefällt es dir nicht so gut, einfach auf dem Sofa zu sitzen und nach draußen zu schauen, eventuell machst du lieber einen Spaziergang. Probiere es aus. 

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