Neuer Film Nobelpreisträgerin Marie Curie: Das ist ihre bewegende Lebensgeschichte!

Marie Curie ist die bis heute einzige Frau, der zwei Nobelpreise in zwei verschiedenen Kategorien verliehen wurden. Jetzt kommt ein Film über sie in die Kinos.

Inhalt
  1. Marie Curie: Visionärin und Nobelpreisträgerin
  2. Marie Curie musste einen schlimmen Schicksalsschlag verkraften
  3. Marie Curie: Als Frau in einer Männerwelt
  4. "Marie Curie - Elemente des Lebens": Ein Film über eine besondere Frau

Wenn über die herausragendsten weiblichen Persönlichkeiten der Geschichte gesprochen wird, dann darf ihr Name nicht fehlen: Marie Curie. Die Wissenschaftlerin schaffte Revolutionäres: Sie entdeckte nicht nur zusammen mit ihrem Mann Pierre und neben dem Franzosen Antoine Henri Becquerel die Radioaktivität, sondern ihr gelang auch die Isolierung des Elements Radium.

 

Marie Curie: Visionärin und Nobelpreisträgerin

Für diese beiden Leistungen erhielt sie in zwei verschiedenen Kategorien – Physik und Chemie – zwei Nobelpreise – ein bis heute einzigartiger Erfolg. Doch ihren Weg bis zur Spitze der Wissenschaft musste sich die Französin, die 1867 als Maria Sklodowska in Warschau geboren wurde, hart erkämpfen. Diese bewegende Lebensgeschichte steht auch im Mittelpunkt des Biopics "Marie Curie – Elemente des Lebens", der im Juli in die Kinos kommt.

Marie Curie und ihr Mann Pierre werden gespielt von Rosamund Pike und Sam Riley.
Marie Curie und ihr Mann Pierre werden gespielt von Rosamund Pike und Sam Riley.
Foto: imago images / ZUMA Press

Schon in jungen Jahren wurde ersichtlich, dass Marie Curie eine besondere Leidenschaft für das Thema Physik aufbrachte. Mit 15 Jahren machte sie ihr Abitur – als Klassenbeste. Weil Frauen zu ihrer Zeit noch nicht an Universitäten studieren durften, arbeitete sie zunächst als Hauslehrerin. Erst 1891, mit 24 Jahren, erfüllte sich Marie ihren Traum und begann an der Sorbonne-Universität Physik zu studieren.

 

Marie Curie musste einen schlimmen Schicksalsschlag verkraften

Im Laufe ihres Studiums wurde sie beauftragt, die magnetischen Fähigkeiten einiger Stahlsorten zu erforschen und lernte so den Physiker Pierre Curie kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und heirateten. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit forschte sie zusammen mit ihrem Mann zum Thema Radioaktivität. Beruhend auf den Ergebnissen ihres Lehrers Antoine Henri Becquerel konnte sie beweisen, dass Elemente, wie zum Beispiel Uran, bei ihrem Zerfall Strahlen aussenden.

Doch Marie Curie musste auch einen Schicksalschlag verkraften. Ihr Mann, mit dem sie zwei Töchter hatte, starb bei einem Verkehrsunfall. In ihrer Trauer konnte Marie zeitweise nicht arbeiten noch sich um die Kinder kümmern. Trotz des Verlustes entschied sie sich, ohne Pierre weiter zu forschen und nahm seinen Platz als Lehrer an der Universität Sorbonne ein. Sie war die erste Frau, die dort lehren durfte. 1911 erhielt sie ihren zweiten Nobelpreis – dieses Mal, ohne ihn teilen zu müssen.

 

Marie Curie: Als Frau in einer Männerwelt

Ein harter Kampf, denn Marie Curie musste sich immer wieder gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt der Wissenschaft zur Wehr setzen. So mussten sie und ihr Mann Pierre Curie 1903 darum kämpfen, dass ihr Name neben seinem auf der Liste der Nobelpreiskandidaten auftauchte. Auch wegen ihrer polnischen Herkunft wurde sie zur damaligen Zeit immer wieder diskriminiert und von der französischen Presse zerrissen.

Und dann wären da noch die Folgen ihrer Forschung, die zur damaligen Zeit niemand erahnen konnte, im Film über Marie Curie aber auch eine Rolle spielen. Dass radioaktive Strahlen Krebs auslösen können, war noch völlig unklar. Stattdessen hielt man die Strahlung sogar für ein Wundermittel gegen diverse Krankheiten. Die Folge: Marie Curie setzte sich jahrzehntelang ungeschützt der Strahlung aus und starb 1934 an Knochenmarkschädigung, die vermutlich darauf zurückzuführen ist. Sie erlebt nicht mehr, dass ihre Tochter Irène in ihre Fußstapfen tritt und ebenfalls einen Nobelpreis für Chemie erhält.

 

"Marie Curie - Elemente des Lebens": Ein Film über eine besondere Frau

Der Film "Marie Curie – Elemente des Lebens" erzählt die einzigartige Lebensgeschichte der Wissenschaftlerin. Verkörpert wird Marie Curie im Streifen von der Schauspielerin Rosamund Pike, ihr Mann Pierre von Sam Riley. Im Video unten gibt es einen ersten Einblick in den Film, der die Physikerin als selbstbewusste Frau zeigt, die sich von den Widerständen in ihrer Zeit nicht aufhalten lässt. "Marie Curie – Elemente des Lebens" ist ab dem 16. Juli im Kino zu sehen.

 

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