Kommt es zum Traditionsbruch?Norderstedt: Die Grünen wollen Osterfeuer verbieten

Die Grünen wollen private Osterfeuer verbieten, zumindest in Norderstedt. So soll die Luft in der Stadt sauberer bleiben und die Gesundheit der Bürger geschützt werden.

In Norderstedt leben rund 80.000 Einwohner, für die ungefähr jedes Jahr 180 Osterfeuer entzündet werden. Für die Fraktion der Grünen in der Stadtvertretung ist das eindeutig zu viel. Daher fordert sie für die meist privaten Osterfeuer ein Verbot. Die Liste der Gründe ist lang: Darauf stehen unter anderem der Feinstaub sowie die CO2-Emissionen und andere Giftstoffe, die durch das Verbrennen entstehen.

 

Umweltsünder Osterfeuer

Im Antrag der Fraktion für die Sitzung des Umweltausschusses heißt es: „Die Luftbelastung ist am Ostersamstag und über die Feiertage (...) deutlich erhöht. Selbst für den Laien ist dies mit allen Sinnen zu spüren, zu riechen, zu schmecken und zu sehen." Eine Ursache für diese extreme Luftverschmutzung sei, dass die Einwohner im Osterfeuer Gartenabfälle und anderen Müll verbrennen. Die so entstehende Verschmutzung der Atemluft kann besonders bei Kindern und Senioren für gesundheitliche Schäden sorgen.

 

Grüne fordern Verbot privater Osterfeuer

Die Stadtverwaltung erlaubt große Feuer nach vorheriger Anmeldung. Laut den Grünen könne das Ordnungsamt der Stadt aber unmöglich kontrollieren, ob sich alle Initiatoren der Osterfeuer auch an die Auflagen halten. Daher fordern sie, dass für das Jahr 2019 keine privaten Osterfeuer mehr genehmigt werden. Sie wollen die Anzahl der Feuer auf „drei bis vier Brauchtums-Osterfeuer in Norderstedt beschränken" und diese unter die Aufsicht der Feuerwehr stellen.

Der Antrag der Grünen wird im Umweltausschuss am kommenden Mittwoch diskutiert. Allerdings stellen die Grünen in der Stadtverwaltung von Norderstedt nur fünf von insgesamt 39 Sitzen. Ob der Antrag eine Mehrheit erhält, ist daher nicht sicher.

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