Schreckliche TatenNordrhein-Westfalen: Frau begeht drei Morde aus Habgier - lebenslange Haftstrafe

Drei Morde hat Tuba S. im Jahr 2016 begangen. Ihr Motiv: Habgier. Nun wurde die 36-Jährige in Nordrhein-Westfalen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Am Dienstag wurde Tuba S. aus Aachen vor dem Landgericht in Nordrhein-Westfalen schuldig gesprochen. Für den Mord an insgesamt drei Menschen im April und Mai 2016 forderte die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe. Das Gericht folgte diesem Antrag. Der Verteidiger der 36 Jahre alten Angeklagten hatte auf einen Freispruch plädiert.

Im April 2016 hatte Tuba S. den 79-jährigen Zauberkünstler Erich Noll, auch bekannt als "Riconelly", getötet, um ihn zu berauben. Zuerst erschlug sie ihn, dann stahl sie dem Mann sein Bargeld und seinen Laptop. In der Nacht nach der Tat soll sie, wie die Staatsanwaltschaft vor Gericht berichtete, in die Wohnung des Toten zurückgekehrt sein und den Leichnam und das Bett angezündet haben. Ihre Absicht sei es gewesen, so den Mord zu vertuschen.

Nur wenige Wochen später, am 7. Mai 2016, tötete die Frau erneut aus Habgier. Ihre Opfer waren die 86 Jahre alte Jole G. und deren 58-jährige Tochter Sylvia F. aus Düsseldorf. Zuerst erdrosselte Tuba S. die 86-Jährige mit einem Halstuch. Anschließend verabreichte sie der Tochter Medikamente und versuchte aus ihr die PIN-Nummern für die EC-Karten der Opfer herauszubekommen, bevor sie sie mit einem Kissen erstickte. Tuba S. soll in Düsseldorf außerdem eine Halskette erbeutet haben. 

Zunächst wurde der Fall in Düsseldorf als ein erweiterter Suizid betrachtet, doch die Spur führte letztendlich zu Tuba S.

Der Prozess gegen die 36-Jährige dauerte rund ein Jahr. Es wurden insgesamt mehr als 100 Zeugen befragt. Die Angeklagte selbst sagte zu den Vorwürfen nichts.

Zusätzlich zu der lebenslangen Haftstrafe ordnete das Gericht auch eine Sicherungsverwahrung der verurteilten Frau an. Es wurde eine besondere Schwere der Schuld anerkannt.

Kategorien: