Ibu & Co.Nordrhein-Westfalen: Lieferengpässe von Medikamenten in Apotheken

In Nordrhein-Westfalen kommt es in Apotheken zu einigen Lieferengpässe von Medikamenten. Auch beliebte Schmerzmittel sind betroffen.  

Apotheker in Nordrhein-Westfalen klagen über eine Medikamentenknappheit. So lagen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 226 Meldungen für Lieferengpässe vor. Das berichtet der "Remscheider Generalanzeiger" (rga). „Es verschärft sich von Woche zu Woche, von Monat zu Monat“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein-Westfalen, der Zeitung. So fehlen allein in einer Essener Apotheke 318 Medikamente. Laut Preis sei das kein Einzelfall. „In ganz Nordrhein-Westfalen kommt es zur Lieferengpässen bei Medikamenten und Impfstoffen", so der Vorsitzende zur ,Bild'.

Nordrhein-Westfalen: Lieferengpässe von Medikamenten in Apotheken
In Apotheken in Nordrhein-Westfalen sind die Medikamente knapp.
Foto: iStock
 

Diese Medikamente sind knapp

Unter den betroffenen Arzneimitteln sind unter anderem diese hier:

  • Vierfachimpfstoff (Kombinationspräparat) gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen (Alternativen gibt es laut Gesundheitsministerium)
  • Impfstoff Shingrix (gegen Gürtelrose)
  • Ibuprofen-Tropfen (verschreibungspflichtige Dosierungen sind ausverkauft)
  • Valsartan (Blutdrucksenker)

Lieferengpass: Lebenswichtiges Medikament ausverkauft

 

Darum gibt es einen Lieferengpass von Medikamenten

Der Grund für den Engpass von Medikamenten sind knapp bemessene Lagerkapazitäten oder die Versorgung von nur einem Hersteller. Viele Arzneimittel werden außerhalb Europas produziert. "Wenn nur bei einem die Produktion oder die Lieferung gestört wird, hat das sofort Auswirkungen auf uns", sagt Thomas Preis. Er fordert mehr Standorte in Deutschland. Übrigens seien ihm zufolge Online-Shops genauso von den Engpässen betroffen, wie stationäre Apotheken oder Krankenhaus-Apotheken.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, plädiere laut des Remscheider Generalanzeigers für eine Verpflichtung der Pharmaunternehmen, drohende Versorgungsprobleme zu melden.

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