Verspäteter ZugNRW: Mann legt mit E-Roller sieben Kilometer zurück - auf der Autobahn

Ein 28-jähriger Mann ist mit einem E-Tretroller über die Autobahn 46 gefahren - weil er nicht am Bahnhof in Nordrhein-Westfalen auf einen Zug warten wollte.

Unfälle, Bußgelder und jetzt eine Strafanzeige: Die seit Juni auf deutschen Straßen zulässigen E-Roller sorgen gefühlt nur für Ärger. Ein 28-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen legte es allerdings etwas drauf an: Er fuhr sieben Kilometer mit einem E-Scooter über die A46. 

Der Zug am Bahnhof Erkelenz ließ zu lange auf sich warten. Also schnappte sich ein 28-Jähriger einen E-Roller und nutzte die Navigationsfunktion seines Smartphones. Das leitete den Mann über die Autobahn 46. "Er fuhr an der Anschlussstelle Erkelenz-Süd auf die A 46 in Richtung Heinsberg auf", berichtet die Polizei. E-Roller sind nur bis 20 Kilometer pro Stunde zugelassen. Auf der Autobahn müssen Fahrzeuge ein Tempo von mindestens 60 Kilometer pro Stunden erreichen können.

NRW: Mann legt mit E-Roller sieben Kilometer zurück - auf der Autobahn
E-Roller sind seit Juni in Deutschland zugelassen - und sorgen seitdem für fast nur Ärger.
Foto: iStock/Symbolbild
 

E-Roller: Mann wurde von Autobahn geleitet

Die abenteurliche Fahrt wurde schließlich beendet, weil ein Pkw-Fahrer mit eingeschalteter Warnblinkanlage vor dem E-Roller-Fahrer fuhr. Ein zweites Auto sicherte den Mann hinten ab. "Sie konnten ihn so an der Anschlussstelle Hückelhoven-West von der Autobahn leiten", so die Polizei, die den Falschfahrer sogleich in Empfang nahm. Das dürfte dem 28-Jährigen nicht gefallen haben, wollte er doch ursprünglich erst die nächste Abfahrt nehmen. Der E-Roller war zudem nicht versichert.

Der Mann hat nun eine Strafanzeige - und wird das nächste Mal vielleicht doch auf seinen Zug warten.

Wir haben den E-Roller übrigens getestet - und das ist unser Fazit

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