TierschutzNürnberg: Darum lässt die Stadt jetzt Gänse töten

Die Stadt Nürnberg gibt ihre Gänse zum Abschuss frei. Grund hierfür ist die starke Kotverschmutzung durch die Tiere.

Ab dem 1. August macht die Stadt Nürnberg Jagd auf ihre Kanadagänse. Die Rede ist von den Tieren, die an der Norikusbucht und am Sandstrand auf der Südseite des Wöhrder Sees nisten. Durch den vielen Kot verdrecken die Gänse die Gewässer und den anliegenden Strand. Zwar haben Laboruntersuchungen ergeben, dass der Kot für Menschen nicht gesundheitsgefährdend ist, dennoch hat die "Task Force" mit dem Namen „Gänsekot“ den Abschuss der Tiere freigegeben.

"Die Gänsejagd ist nichts anderes als das Angeln von Fischen oder das Jagen von Wild im Wald", meint Bürgermeister Christian Vogel. Für die Jäger gibt es keine Vorgaben. Sie sollen selbst nach Ermessen entscheiden, wie viel Tiere sie erlegen. Ziel der Aktion ist es, die Gänse zu vertreiben. Neben der tödlichen Gefahr am aktuellen Lebensraum der Tiere, soll ihnen eine Fläche am Unteren und Oberen Wöhrder See schmackhaft gemacht werden. Doch solang es kein Verbot gibt, die Gänse am Wöhrder See zu füttern, werden diese wohl immer wieder zurücklehren – auch in die Gebiete, die von ihnen befreit werden sollen.

Tierschützer haben online eine Petition gegen das Abschießen der Gänse gestartet. Die Städte Dortmund und Koblenz ließen bereits im Jahr 2017 Gänse erlegen und erhielten dafür Strafanzeigen der Tierschutzorganisation Peta. Der Vorstand des Tierschutzvereins Noris, Robert Derbeck, ist sich sicher: "Viele Bürger erfreuen sich an den Gänsen, die Stadt muss die Wiesen häufiger vom Kot reinigen.“

Weiterlesen:

Kategorien: