Corona-PandemieNürnberg verhängt Ausgangsbeschränkung bis zum 20. Dezember

In Nürnberg gilt ab heute eine Ausgangsbeschränkung. Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Inzidenzwert.

Eigentlich wäre der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt jetzt in vollem Gang. Über zwei Millionen Menschen würden in den 24 Tagen Glühwein trinken, an den Buden gebrannte Mandeln und Co. essen und die bunten Lichter bestaunen. Stattdessen wird es ab heute sehr ruhig in Bayerns zweitgrößter Stadt, denn es gilt bis zum 20. Dezember 2020 eine Ausgangsbeschränkung

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Nürnberg: Corona-Inzidenzwert bei über 300

Damit reagiert die Stadt Nürnberg auf den steigenden Inzidenzwert von mehr als 300 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) appelliert bei einer Pressekonferenz an die über eine halbe Millionen Bürger: "Die Corona-Infektionszahlen sind leider nicht zurückgegangen. Bitte bleiben Sie, wenn möglich Zuhause". 

Nur wer einen triftigen Grund habe, dürfe sich draußen aufhalten. Dazu zählen Einkaufen oder zur Arbeit gehen oder Menschen in Krisensituationen zu besuchen oder zu helfen.

Nürnberg verhängt Ausgangssperre bis zum 20. Dezember
So leere Straßen wird es wohl noch bis kurz vor Weihnachten in Nürnberg geben.
Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images
 

Diese Maßnahmen gelten in Nürnberg noch

Neben der Ausgangsbeschränkung gelten diese Regeln:

  • Ab der 5. Klasse: Ab dem 7.12. werden die Klassen geteilt, es gibt Wechselunterricht. 
  • Spielplätze sollen nur maximal zu zweit genutzt werden.
  • Demonstrationen sind nur an einem festen Ort für eine Stunde erlaubt.
  • Alkohol für unterwegs, z.B. Glühwein in einem Becher, ist in der Innenstadt verboten.
  • Vor dem Besuch von Angehörigen im Alten- oder Pflegeheim muss ein negativer Corona-Test vorliegen. Dann darf der Besuch nur mit einer FFP2-Maske stattfinden.

Oberbürgermeister König bittet die Bürger, klug zu handeln. Seine Hoffnung sei, "dass wir andere Zahlen zum Weihnachtsfest" haben werden.

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