Toilettenverbot, Strafbank, DrohungenOberpfalz: Lehrerin soll Kinder über Jahre malträtiert haben

Drohungen, Beleidigungen, Toilettenverbot: In der Oberpfalz soll eine Grundschullehrerin Kinder seit mehreren Jahren drangsalieren. Die Eltern reichten nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein.

Die Liste der Vorwürfe ist lang: Eine Lehrerin der Grund- und Mittelschule in Wackersdorf steht unter dem Verdacht, ihre Schüler jahrelang malträtiert zu haben. Neun Familien reichten jetzt eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein - denn der Schuldirektor griff nicht ein. Die nachfolgenden Informationen liegen der ,Süddeutsche Zeitung' (SZ) vor.

 

Lehrerin soll Kind gedroht haben, es aus dem Fenster zu werfen

In dem Protokoll schildern die Eltern, wie die Lehrerin die Kinder über Jahre erniedrigt haben soll. So ist von einer "Strafbank" die Rede, Toilettenverbot (solange kein Attest wegen einer Blasenentzündung vorliege), Pausenhof-Verbot.

Susanne Jäger, die zehn Jahre lang Vorsitzende des Elternbeirats war, wandte sich an Bürgermeister Thomas Falter (CSU) im November 2017. In dem Schreiben beklagten Jäger und die Eltern des Beirats den "Umgangston der Klassenlehrerin". Die Lehrerin soll zudem sogar einem Kind gedroht haben, es zum Fenster rauszuwerfen. Außerdem beleidige sie laut des Eltern-Schreibens die Schülerinnen und Schüler, habe einen Jungen vor der Klasse als "dumm" bezeichnet und die Bastelarbeiten eines Mädchens als "scheiße" betitelt. 

Die anderen Lehrer sind nicht von den schweren Vorwürfen betroffen. In deren Unterricht sei "das Klima gut".

Oberpfalz: Lehrerin soll Kinder über Jahre malträtiert haben
Eine Grundschullehrerin aus der Oberpfalz soll Kinder jahrelang drangsaliert haben.
Foto: iStock/Symbolbild
 

Kinder waren in psychologischer Behandlung

Neun Kinder aus der Klasse der Lehrerin seien in psychologischer Behandlung gewesen - und das war bereits 2009 und 2010. Andere Schülerinnen und Schüler klagen noch heute über Bauchschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit und Angst, in die Schule zu gehen. Eine Mutter sagt, der Umgang der Lehrerin mit den Kindern sei "verletzend, erniedrigend" und grenze an "seelischen Missbrauch." Ihr Kind sei aufgrund des Verhaltens der Lehrerin krank geworden, "seelisch krank".

Alle Beschwerden der Eltern in den vergangenen Jahren wurden laut SZ sowohl von der Lehrerin als auch vom Rektor abgewiesen. Die aktuelle Dienstaufsichtsbeschwerde wird nun von der zuständigen Behörde geprüft.

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