Wesentlich weniger StreuobstObsternte 2019: Dramatische Aussichten

Die Obsternte 2019 fällt geringer aus als erhofft: Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) rechnet bundesweit mit gerade einmal 350.000 Tonnen Streuobstäpfel. 2018 waren es noch 1,1 Millionen Tonnen. 
 

Inhalt
  1. Obsternte um Zweidrittel reduziert
  2. Warum gibt es 2019 deutlich weniger Streuobst?
  3. Obsternte: Ein Auf und Ab

Seit 1995 erstellt der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) Prognosen über die Ernte der Streuobstäpfel. Für 2019 sehen diese düster aus. 

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Obsternte um Zweidrittel reduziert

Für das aktuelle Kalenderjahr rechnet der VdF bundesweit mit rund 350.000 Tonnen Streuobstäpfeln. Im vergangenen Jahr waren es mit rund 1,1 Millionen Tonnen noch zwei Drittel mehr. 
Vor allem Baden-Württemberg soll die Obsternte 2019 schwach ausfallen. Und das, obwohl Baden-Württemberg als so genanntes Streuobstland sonst rund 50% der gesamten Streuobsternte stellt. 

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Warum gibt es 2019 deutlich weniger Streuobst?

In einer Pressemitteilung führt der VdF Gründe für den Ernteschwund an. So habe es Anfang Mai Frost gegeben und kleine Früchte seien erfroren. 
Außerdem habe eine unzureichende Wasserversorgung durch fehlende Niederschläge dazu geführt, dass die diesjährigen Äpfel kleiner sind. Das fällt wortwörtlich ins Gewicht: Ein fehlender Zentimeter im Durchmesser pro Apfel senkt das Erntegewicht um 30 Prozent.

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Obsternte: Ein Auf und Ab

Schwankungen im Ernteumfang sind nichts Neues. Vor allem, weil das Jahr 2018 so ertragreich war, haben Experten mit weniger Ernte 2019 gerechnet. 
"Nach der starken Ernte in 2018 mit 1,1 Millionen Tonnen Äpfeln brauchen die Streuobstbäume offensichtlich in diesem Jahr Erholung", sagt VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. 

Übrigens: Das Streuobst wird nicht Apfel für Apfel für Apfel für Apfel gezählt. Vielmehr sind jährlich rund 80 Ernteschätzer in den wichtigsten Anbaugebieten Deutschlands im Einsatz und zählen mit einem Spezialfernrohr den Apfelbehang in bestimmten Ausschnitten. Danach findet eine Hochrechnung statt, die eine annähernd präzise Aussage über die Ernteerwartung in ganz Deutschland zulässt.


Auf Twitter zeigt der VdF, wie das aussieht:

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