Bakterien-Gefahr Ochsenfrosch in Deutschland: Er überträgt Koli-Bakterien

Dem Ochsenfrosch solltest du lieber aus dem Weg gehen
Dem Ochsenfrosch solltest du lieber aus dem Weg gehen
Foto: Istock

Wenn du diesen Frosch siehst, solltest du lieber verschwinden: Der Ochsenfrosch ist ein Eindringling in unserer Natur und verbreitet Bakterien in Gewässern.

1934 wurde der erste Ochsenfrosch in Deutschland gesichtet. Angeblich eingeschleust von einem Froschschenkel-Liebhaber aus den USA. Seitdem vermehrt sich der Riesen-Frosch auch bei uns. Und das bleibt nicht ohne Folgen.

 

"Sogar Katzen soll der Ochsenfrosch angreifen"

Der Ochsenfrosch wird rund 1 Kilo schwer und groß. Er jagt alles, was er in sein Maul bekommt. Küken, Schlangen, Nager und angeblich sollen Ochsenfrösche auch schon kleinere Katzen angegriffen haben. Der räuberische Frosch ist vor allem in Süddeutschland verbreitet. Hier hört man sein tiefes Quaken meist an Baggerseen und anderen stehenden Gewässern. Einen Ochsenfrosch erkennt man relativ leicht an seiner Größe. Er ist teilweise so groß wie ein Kaninchen. Forscher haben schon Exemplare gefunden, die bis zu zwei Kilo wogen und rund 60 Zentimeter lang waren.

Obwohl Ochsenfrösche Eindringlinge sind, stehen sie in Deutschland unter strengem Naturschutz. Und das, obwohl sie mit Vorliebe andere kleinere Lurch- und Froscharten fressen, die vom Aussterben bedroht sind. Die Franzosen machen es sich ein wenig leichter. Hier sind die Ochsenfrösche zum Abschuss freigegeben und dürfen gerne verzehrt werden.

 

Der Ochsenfrosch verbreitet Koli-Bakterien

Schon seit Längerem steht der Riesenfrosch im Verdacht Krankheiten zu übetragen. Vor allem der gefährliche Koli-Keim 0157:H7 soll durch den Frosch auf den Menschen zu übertragen werden. Ein Stamm dieses Koli-Bakterium ist auch als EHEC bekannt. Koli-Bakterien lösen beim Menschen schwere Durchfälle und Fieber und weitere Komplikationen aus.

Eine US-Studie ergab, dass sich Frösche in stehenden Gewässern mit dem Erreger infizieren. Übertragen wird der Erreger auf das Wasser durch Nutztiere wie Kühe. Durch ihre Wanderungen verbreiten die Ochsenfrösche den Keim auch in anderen Gewässern. Das betrifft allerdings nur Frösche, die in stehenden Gewässern lebten.

Kommt ein Mensch mit diesem Wasser in Berührung durch Baden oder Trinken des Wassers, kann er sich mit dem Koli-Keim infizieren. In Gebieten, in denen der Ochsenfrosch gesichtet wurde, sollte man deshalb darauf achten nicht mit stehenden Gewässern in Kontakt zu kommen. Auch die Frösche sollten nicht angefasst werden.

 

 

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