Lebensmittel-TestÖko-Test: Diese Babybreie mit Fleisch bekommen die Note "Mangelhaft"

Die Zeitschrift "Öko-Test" hat 17 Babybreie mit Fleisch getestet. Das Ergebnis: Zwei Produkte erhielten die Note "Mangelhaft". Sechs Mal gaben die Tester ein gutes Urteil ab.

Inhalt
  1. Bei allen von Öko-Test kritisiert: Zu geringer Fleischanteil
  2. Testnote "Gut" sechs Mal vergeben
  3. Zwei Babybreie fallen durch

Geprüft wurden die Inhaltsstoffe und die Belastung mit Keimen von 17 verschiedenen Babybreien mit Gemüse und Fleisch sowie die Hinweise auf den Verpackungen der Produkte. Dabei konnten nicht alle Anbieter die Tester zufriedenstellen. 

 

Bei allen von Öko-Test kritisiert: Zu geringer Fleischanteil

Eines haben alle 17 Babybreie gemeinsam: Die Tester kritisieren den zu geringen Fleischanteil in den Gläschen. Durchschnittlich konnte ein Fleischanteil von acht bis 8,7 Prozent festgestellt werden. Empfehlenswerter wäre jedoch ein Anteil von 12 Prozent, um die Versorgung mit Zink und Eisen besser zu unterstützen. 

In keinem der Produkte wurden wiederum Pestizide oder aber Rückstände von Desinfektions- und Reinigungsmitteln gefunden. Nur in Spuren wurde das Schwermetall Cadmium nachgewiesen, das in Gemüse häufig vorkommen kann. 

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Testnote "Gut" sechs Mal vergeben

Dennoch konnten sechs Produkte überzeugen und erhielten letztendlich die Note "Gut". Darunter sind unter anderem der Brei "Babydream Kürbis mit Reis und Huhn" von Rossmann sowie der bei dm erhältliche Brei "Babylove Karotten mit Süßkartoffeln und Rind". Sechs weitere Produkte wurden mit "Befriedigend" ausgezeichnet. Ein Brei erhielt die Note "Ausreichend".

 

Zwei Babybreie fallen durch

Zwei Breie von Bebivita schnitten im Vergleich von "Öko-Test" nur mit "Mangelhaft" ab. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die beiden Produkte Eisendiphosphat enthalten. Dies ist nach der Ansicht der Tester "unnötig". Zudem heißt es: "Isoliertes Eisen kann das umfassende Nährstoffspektrum von Fleisch nicht ersetzen." Zudem sind sowohl bei den Breien von Bebivita wie auch noch bei drei weiteren Produkten erhöhte Benzolwerte nachgewiesen worden. Zwar handelt es sich bei dem als krebserregend geltenden Stoff "um sehr niedrige Werte im einstelligen Mikrogramm-pro-Kilogramm-Bereich", dennoch wurden die Produkte abgewertet.

Benzol entsteht beim Erhitzen und Sterilisieren der Breie, insbesondere bei Produkten, die Möhren und Pastinaken enthalten. Vollständig konnten die Hersteller von Babybreien den Stoff bisher nicht aus ihren Produkten verbannen. Die Werte sind jedoch in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. 

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