LebensmitteltestÖko-Test: Sind unsere Supermarkt-Erdbeeren krebserregend und voller Pestizide?

Sind die Erdbeeren von Rewe, Aldi und Co. weit schlechter als ihr Ruf? immerhin stecken einige von ihnen voller Pestizide und können sogar krebserregende Stoffe beinhalten.

Erdbeeren sind im Sommer super beliebt, allerdings sollte man sie gerade außerhalb der Saison mit Vorsicht genießen. Zwar ist die Pestizidbelastung von Erdbeeren in den letzten Jahren zurückgegangen, doch bei einigen Produkten ist die Menge von Giftstoffen trotzdem mehr als bedenklich. Öko-Test hat im April Erdbeeren aus dem Sortiment von zehn verschiedenen Supermärkten getestet. Es wurden pro Geschäft drei Packungen Erdbeeren aus je unterschiedlichen Chargen im Labor auf mehr als 500 Pestizide untersucht.

In der Hälfte, also in 15 Packungen, wurden bedenkliche Stoffe gefunden. Einige von ihnen sind sogar krebserregend. Besonders schlecht schnitten die Erdbeeren von Rewe ab. Sie erhielten die Gesamtnote 5. Die Beeren von Aldi, Lidl, Kaufland, Real, Netto, Penny, Norma und Edeka erreichten allesamt nur die Note 4.

Die schlechten Werte haben einen ganz einfachen Ursprung. Im Süden, in Ländern wie Spanien oder Marokko, wo die frühen Erdbeeren herkommen, gelten andere Pestizid-Richtlinien als in Deutschland. Dort sind Dünger erlaubt, die bei uns verboten sind. Somit sind Erdbeeren, die aus dem Süden kommen, viel mehr Pestiziden ausgesetzt.  

Wer sichergehen will, sollte daher warten, bis die Erdbeeren in Deutschland reif sind oder einfach selbst welche im Garten anpflanzen. Die haben dann nicht nur eine bessere Ökobilanz, sondern schmecken auch besser.

Der ausführliche Testbericht ist in der aktuellen Ausgabe von Öko-Test zu finden.

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