Sie gehen auf die Straßen Österreich: Pflegekräfte wollen 35-Stunden-Woche erstreiken

35 Stunden Arbeit pro Woche bei gleichem Lohn und mehr Urlaub: Österreichs Pflegekräfte liegen im Streit mit ihren Arbeitgebern. Es drohen Warnsteiks. 

In Österreich ist bereits die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die privaten Pflegekräfte ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber und die Gewerkschaften GPA-djp und Vida konnten sich auf keinen Kompromiss einigen. Kommende Woche wollen die Arbeitnehmer nun streiken. 

 

35-Stunden-Woche und mehr: Das wollen die Pflegekräfte in Österreich

Unter anderem geht es den rund 100.000 Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich um eine Arbeitszeitreduzierung: Sie fordern eine 35-Stunden-Woche bei gleichem Lohn sowie eine sechste Urlaubswoche. Beides lehnen die Arbeitgeber bisher strikt ab. Dabei sei eine Verkürzung der Arbeitszeiten dringend notwenig. "Gerade Bereiche wie die Pflege sind emotionale Schwerstarbeit. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich mehr Zeit für Erholung mehr als verdient", stellte Michaela Guglberger, Verhandlerin der Gewerkschaft Vida, fest. 
Auch das Thema Lohnerhöhung spaltet die Lager. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Gehalt, die Arbeitgeber bieten derzeit aber nur 2,8 bis 3 Prozent mehr.

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Warnstreiks Mitte Februar

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen die Pflegekräfte nach dem Wochenende nun ihre Arbeit ruhen lassen und stattdessen auf die Straßen gehen. "Kommende Woche werden wir in Teilbereichen Arbeitsniederlegungen durchführen. Die Kolleginnen und Kollegen sind kampfbereit und die Streikfreigabe liegt bereits vor", betont Michaela Guglberger weiter. Die Warnstreiks sollen vom 12. bis 14. Februar stattfinden – wo und in welchem Rahmen genau, ist noch nicht bekannt.
Die fünfte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen finden am 18. Februar statt – dann hoffentlich mit einer Einigung. 

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