Neue StudieOnline-Banking: Gibt es bald keine Filialbanken mehr?

Online-Banking ist nicht einfach nur auf dem Vormarsch: Einer neuen Studie zufolge rechnen viele Deutsche damit, dass es in 20 Jahren keine Filialbanken mehr geben wird.

Inhalt
  1. Online Banking macht Filialbanken unnötig
  2. Online Banking: Deutliche Unterschiede in den Altersgruppen
  3. Online-Banken werden interessanter
  4. Erobern Google & Co. unsere Bankkonten?
  5. Grundsätzliche Zufriedenheit unter den Online-Bankern
  6. Kontoführungsgebühren bleiben ein heikles Thema

Eine Welt ohne Filialbanken, in der sämtliche Bankgeschäfte online statt am Schalter erledigt werden? Laut einer repräsentativen Umfrage hält das der Großteil der Deutschen nicht nur für möglich, sondern sogar für wahrscheinlich

 

Online Banking macht Filialbanken unnötig

Wie die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.005 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigen, ist Online Banking derart stark auf dem Vormarsch, dass die klassischen Banken in der Wahrnehmung vieler Bürger unwichtig geworden sind. 
Sieben von zehn Befragten ab 16 Jahren gaben an, ihre Finanzgeschäfte online zu erledigen – das sind 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 62 Prozent. 31 Prozent davon erklärten zudem, überhaupt keine Bankfiliale mehr zu besuchen und ausschließlich Online Banking zu nutzen. In Zahlen sind das 15 Millionen Bundesbürger ab 16 Jahren, die sich den Gang zum Schalten komplett sparen. 
Was die Zukunft angeht, rechnen die meisten Online-Banker damit, dass sich der Trend verstärken wird: Beinahe jeder Zweite (48 Prozent) vermutet, dass es in 20 Jahren keine Filialbanken mehr geben wird. 

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Online Banking: Deutliche Unterschiede in den Altersgruppen

Was die Befragung von Bitcom noch gezeigt hat, ist, dass längst nicht jeder Bundesbürger ohne Vorurteile an Online Banking herantritt. Am stärksten greifen 30- bis 49-Jährige auf Angebote zum Online Banking zurück: Ganze 93 Prozent erledigen ihre Finanzgeschäfte im Netz. Bei den 16- bis 29-Jährigen waren es immerhin 85 Prozent, knapp gefolgt von den 50- bis 64-Jährigen mit 83 Prozent. 
Stark auf der Hut sind Menschen ab 65 Jahren: Unter den befragten Senioren nutzen lediglich 21 Prozent das Internet, um ihr Geld zu verwalten. 

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Online-Banken werden interessanter

Wo Kunden schon den Gang zum Schalter meiden, können Online-Banken immer mehr punkten. Laut Studie hat jeder siebte Bundesbürger (14 Prozent) sein Hauptkonto bereits an einer reinen Online-Bank. Im Vergangenen Jahr waren es erst 9 Prozent. Jeder achte könnte sich einen Wechsel von einer klassischen zu einer Online-Bank in den kommenden zwölf Monaten vorstellen
Diese Zahlen decken sich mit der Aussage von 73 Prozent der Befragten, die eine persönliche Beratung am Schalter als unwichtig empfinden. Unter den Befragten nutzen 51 Prozent ihr Smartphone für Bankgeschäfte, während 81 Prozent ihr Notebook bemühen. 56 Prozent setzen sich für Finanzdinge an den Desktop-PC, 45 Prozent nutzen ihr Tablet.  

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Erobern Google & Co. unsere Bankkonten?

Was auffällt: Online Banker legen wenig wert auf große, traditionsreiche Namen, wenn es um ihr Geld geht. So kann sich rund jeder Dritte (29 Prozent) vorstellen, seine Finanzen nicht einer Bank, sondern zu einem Digitalunternehmen wie Google, Apple oder Amazon anzuvertrauen.  
Jedem Dritten ist es indes wichtig, dass seine Bank Mobile-Payment anbietet. 

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Grundsätzliche Zufriedenheit unter den Online-Bankern

Wer seine Bankgeschäfte im Netz erledigt, ist zufrieden mit dem Service. Auch das ergab die Studie. So schätzten 87 Prozent das eigene Online-Banking als sicher ein, während 82 Prozent das Prädikat "leicht zu bedienen" vergaben und 81 Prozent "übersichtlich" urteilten.

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Kontoführungsgebühren bleiben ein heikles Thema

Bezeichnend waren die Ergebnisse allerdings in Sachen Banking-Kosten. 95 Prozent der Befragten gaben an, ganz genau auf die Höhe der Kontoführungsgebühren zu achten. Die Anzahl der kostenlos nutzbaren Geldautomaten haben ebenso viele im Auge. Die Höhe der Einlagensicherung der Bank immerhin noch 94 Prozent. 

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