Klick-CentOnline-Banking: Sparkasse verlangt Geld für Klicks

Sparkasse verlangt Geld für Klicks beim Online-Banking
Eine Sparkasse in Soest verlangt Geld für Klicks beim Online-Banking
Foto: iStock

Immer mehr Kunden nutzen Online-Banking. Eine Sparkasse erhebt nun Gebühren für Klicks.

Die Tageszeitung Soester Anzeiger berichtet von dem skurrilen Geschäftsmodell der ansässigen Soester Sparkasse (Nordrhein-Westfalen, kurz NRW). Demnach müssen Kunden für die Klicks beim Online-Banking bezahlen. Ein Cent pro Klick ist bislang fällig, bald soll dieser "Klickzuschlag" verdoppelt werden.

Bezahlen müssen Sparkassen-Kunden, die die günstigere pauschale Kontoführungsgebühr von 3,50 Euro pro Monat zahlen. Diejenigen, die 5 Euro zahlen, müssen keine Klick-Gebühren bezahlen.

Gegenüber dem Soester Stadtanzeiger begründete der Marketing-Chef der Sparkasse, Thomas Schnabel, dieses Geschäftsmodell wie folgt: "Beim bloßen Anklicken der Seite werden technische Prozesse im Hintergrund ausgelöst, die mit Kosten verbunden sind“. Diese Kosten will die Soester Sparkasse nun auf ihre Kunden abwälzen. Außerdem müssten die Kunden nicht für jeden Klick bezahlen, sondern nur, wenn sie online ihre Umsätze prüfen.

Ob sich dieses Geschäftsmodell bald auf weitere Sparkassen und Banken überträgt, bleibt offen. Gesetzlich verboten ist der Klick-Cent jedenfalls (noch) nicht.

Banken und Sparkassen sind zur Zeit auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, Geld von ihren Kunden einzutreiben, z.B. auch über Negativzinsen.

(ww7)

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