Lebensbedrohliche ParasitenParasiten: SO gefährlich können Bandwürmer, Leberegel und Co. für uns sein!

Fast wäre der Kalifornier Luis Ortiz an einer Bandwurmlarve, die sich in seinen Kopf eingenistet hat, gestorben. Wir erklären, wie gefährlich Parasiten für uns sein können. 

Inhalt
  1. Fuchsbandwurm
  2. Toxoplasmen
  3. Augenwurm
  4. Bandwurm
  5. Hakenwürmer
  6. Trichinen
  7. Leberegel

Die Ärzte hatten 30 Minuten für eine Not-Operation, konnten den 26-jährigen Amerikaner Luis Ortiz von einer Bandwurmlarve, die sich in seinem Kopf eingenistet hatte, befreien. Der Fall zeigt, wie unfassbar gefährlich Parasiten, wie Würmer, Zecken und andere fiese Viecher sein können. Man unterscheidet zwischen Ekto- oder Außenparasiten (Milben, Zecken, Läuse, Flöhe, Wanzen oder Mücken), die auf der Körperoberfläche leben und Endoparasiten, wie Würmer oder Egel, die ins Menscheninnere eindringen können. Meistens nisten sie sich im Darm, der Leber, der Haut oder den Muskeln ein.

Hier ist eine Übersicht über die Endoparasiten:

 

Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist ca. zwei bis vier Millimeter lang und lebt -wie der Name bereits vermutet- in diversen Fuchsarten. Eine mögliche Übertragung auf uns kann durch das Essen von Walderdbeeren, die in Bodennähe lagen, sein. Möglich ist auch der Kontakt mit Katzen- oder Hundekot. Die Larven setzen sich in Leber, Lunge oder Gehirn fest und lösen eine alveoläre Echinokokkose aus, die unbehandelt zum Tod führt. Bis der Mensch die ersten Symptome bemerkt, können 15 (!) Jahre vergehen. 

 

Toxoplasmen

Dieser Einzeller wird durch den Kontakt mit Katzenkot übertragen. Für Schwangere kann er gefährlich werden: Die Infektionskrankheit befällt Gehirn, Augen und andere Organe des Babys und kann einen Wasserkopf auslösen. Im schlimmsten Fall können die Toxoplasmen zu einer Fehlgeburt führen.

 

Augenwurm

Der "Loa Loa", wie der Augenwurm fachspezifisch heißt, wird durch Bremsenbisse übertragen. Er kommt aber hauptsächlich in Westafrika vor. Die Würmchen machen es sich unter der Haut gemütlich und rufen Entzündungen hervor. Selten wandern sie bis ins Auge und können da extreme Schmerzen verursachen.

 

Bandwurm

Der wohl bekannteste unter den Wurmarten überträgt sich durch den Verzehr von rohem Fleisch oder Fisch. Der Bandwurm siedelt sich gerne im Darm an und kann bis zu 15 Meter lang werden. Er kann Verdauungsprobleme und Übelkeit hervorrufen. Selten nistet sich der Bandwurm im Gehirn oder der Leber ein, dann kann er lebensbedrohliche Krankheiten auslösen.

Parasiten: SO gefährlich können Bandwürmer, Leberegel und Co. für uns sein!
Ekelhaft, oder? Aber so ein Bandwurm kann es sich IN uns gemütlich machen...
Foto: iStock
 

Hakenwürmer

Hakenwürmer leben in den Tropen und Subtropen. Befallen sie einen Menschen, kann das zu blutigen Durchfällen, Ödemen und Schwellungen an den befallenen Körperstellen führen. Weltweit sind etwa 900 Millionen Menschen von dieser Wurmart betroffen, 60 000 Patienten davon sterben jährlich. Der Hakenwurm dringt in die Haut ein, beispielsweise durch Barfuß laufen oder aber auch oral durch den Verzehr von rohem Fleisch.

 

Trichinen

Rohes Fleisch ist ebenfalls ein Grund für die Übertragung von Trichinen. Einige Symptome sind Magen- und Darmprobleme, Atemprobleme, Schwellungen im Gesicht, Schlaflosigkeit und Muskelschmerzen. Lebensbedrohlich können die winzigen Fadenwürmer bei zu starkem Befall werden.

 

Leberegel

Wasserkresse oder rohe Schafs- und Ziegenleber verursachen, dass sich der Leberegel in unserer Leber einnistet. Er führt zur Leberegelkrankheit, die Fieber und Bauchschmerzen auslöst. Im schlimmsten Fall kann der Egel sogar eine Leukämie verursachen.

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