StudiePassivrauchen: Warum werdende Väter nicht rauchen sollten

Das Passivrauchen von Vätern in der Schwangerschaft ist eine Gefahr für das ungeborene Baby, wie Forscher nun herausgefunden haben. Der Nachwuchs kann mit einem Herzfehler auf die Welt kommen. 

Der Passivrauch von qualmenden Vätern kann das Risiko für einen Herzfehler des Kindes erhöhen. Das fanden chinesische Forscher jetzt heraus. 

 

Passivrauchen: "Werdende Väter sollten mit dem Rauchen aufhören"

Greift eine schwangere Frau zur Zigarette, hat das gesundheitliche Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Die Forscher um Jiabin Qin von der Central South University im chinesischen Changsha veröffentlichten eine Studie in dem Magazin "European Journal of Preventive Cardiology". Das erschreckende Ergebnis: Weltweit werden etwa acht von 1000 Babys mit einem Herzfehler geboren. "Werdende Väter sollten mit dem Rauchen aufhören", rät Qin. Sie seien eine der Hauptursachen für den Qualm, den Schwangere einatmen. "Mittlerweile gibt es sogar Hinweise, dass Passivrauch während der Schwangerschaft schädlicher sein könnte als das aktive Rauchen", sagt Qin.

 

Passivrauchen fördert das Risiko eines Herzfehlers bei Babys

Die Forscher werteten insgesamt 125 Studien aus mit etwa 8,8 Millionen werdenden Eltern und 138.000 Babys, die einen angeborenen Herzfehlern haben. Den Daten zufolge steigt das Risiko, dass das Kind im Vergleich zu Nichtrauchern mit einem Herzfehler zur Welt kommt, bei allen Formen des Rauchens an. Konkret bedeutet das:

  • Um 74 Prozent, wenn die werdenden Väter rauchten.
  • Um 124 Prozent, wenn die werdenden Mütter Passivrauch ausgesetzt waren und
  • um 25 Prozent, wenn die werdenden Mütter aktiv rauchten.

Allerdings wurde in den Studien nicht die Menge an Zigaretten der Väter erfasst. Zudem kann die Studie nicht sicher belegen, dass die Schadstoffe aus den Glimmstängeln zu den Fehlbildungen geführt haben. Sicher ist aber: Raucht die Mutter oder atmet diese zu viel Passivrauch ein, landet dieser in der Plazenta und gelangt so in den Blutkreislauf des ungeborenen Babys. Das hat gesundheitliche Schäden zur Folge.

Zu den Risikofaktoren für einen angeborenen Herzfehler zählen außerdem noch:

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