SchwangerschaftPeking: Fötus tritt - und reisst ein Loch in die Gebärmutter

In Peking (China) hat ein Fötus beinahe seine Mutter getötet. Ein harter Tritt riss eine 7 Zentimeter lange Narbe in ihrer Gebärmutterwand auf.

Einen Monat vor dem ausgerechneten Geburtstermin wachte eine schwangere Frau morgens mit heftigen Bauchschmerzen auf. Als sie auch noch kalter Schweiß ereilte, fuhr sie ins Universitätsklinikum in Shenzen, Südchina.

Bei den sofortigen Untersuchungen stellten die Ärzte fest: Der Puls, Blutdruck und die Atmung der Frau sind außer Kontrolle. Ihr Leben ist gefährdet. Was ist passiert?

Ein Ultraschallbild enthüllte die unglaubliche Ursache des Ernstfalls: Das Baby hat gegen die Gebärmutterwand heftig getreten - und damit eine 7 Zentimeter lange Narbe aufgerissen, die die Mutter seit einem Jahr hatte. Damals wurde ihr ein gutartiges Geschwulst in der Gebärmutter operativ entfernt. Die Narbe blieb - und platzte nun auf.

Peking: Fötus tritt - und reisst ein Loch in die Gebärmutter
Kann durch einen Tritt des Fötus die Gebärmutter einreissen? Ja - wenn eine vorhandene Narbe aufplatzt.
Foto: Peking University Shenzhen Hospital

Auf dem Ultraschallbild zu sehen: Das Baby hat nicht nur die Gebärmutterwand zerstört. Auch ist es mit seinem Beinchen im Riss stecken geblieben.

Die Ärzte mussten rasend schnell reagieren: Durch einen zehnminütigen Notkaiserschnitt musste das Kind befreit, das Leben von Mutter und Baby gerettet werden.

Eine Uterusruptur (Gebärmutterriss) kommt sehr selten vor. In einem von 1.500 Fällen reisst die Gebärmutter bei der Geburt. Vor der Geburt passiert so etwas so gut wie nie - glücklicherweise. Denn die Uterusruptur gehört zu den lebensgefährlichsten Komplikationen während einer Schwangerschaft. Das Fruchtwasser, Blut, die Plazenta und der Fötus können bei einem Gebärmutterriss in die Bauchhöhle gelangen. Der Blutverlust macht sich bei der Schwangeren durch starke Schmerzen, kalten Schweiß, Herzrasen und Blutdruckabfall bemerkbar - wie in dem oben beschriebenen Fall.

Zu einem Gebärmutterriss kommt es in der Regel nur, wenn schon eine Narbe in der Gebärmutterwand vorhanden ist (etwa aufgrund einer vorangehenden Operation oder einem vorausgehenden Kaiserschnitt).

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(ww7)

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