Pest-AusbruchPest auf Madagaskar: WHO warnt vor Ausbreitung

Die Pest ist zurück. Auf Madagaskar sind bereits über 340 Menschen erkrankt, zahlreiche gestorben – jetzt warnt die WHO vor einer erneuten Ausbreitung der Pest.

Auf Madagaskar ist die Pest ausgebrochen. Über 340 Menschen sind bisher erkrankt, 42 davon gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation zeigt sich besorgt. Denn es ist das erste Mal, dass sich nicht nur die Beulen-, sondern auch die hochgefährliche Lungenpest in einer dicht bevölkerten Gegend ausbreitet.

Eine Verbreitung des Bakteriums Yersinia Pestis, dem Auslöser der Pest, ist während der Regenzeit auf Madagaskar gar nicht so ungewöhnlich. Normalerweise beschränkten sich die Ausbrüche der Krankheit jedoch sowohl auf die Form der Beulenpest, als auch auf die ländliche Region.

Die Pest breitet sich rasant auf Madagaskar aus.
Das Bakterium Yersinia Pestis löst die Krankheit aus.
Foto: iStock

Zum ersten Mal ist dies nicht der Fall: Auch die Hauptstadt Antananarivo ist betroffen, bis Ende September hatten insgesamt zehn Städte in Madagaskar den Ausbruch der Krankheit gemeldet. Und die Zahlen steigen täglich.

Die Pest wird durch Stiche infizierter Flöhe, meist Rattenflöhe, oder den Kontakt mit infizierten Tieren übertragen. Erreger können auch über den Staub von infiziertem Kot eingeatmet werden.

Im Gegensatz zur Beulenpest kann es bei der Lungenpest zur Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch Tröpfcheninfektion kommen. Die Lungenpest gilt als seltene, aber besonders ansteckende und schwere Erkrankungsform.  Unbehandelt kann sie innerhalb von 24 Stunden tödlich enden.

Grundsätzlich ist die Pest heutzutage durch eine Antibiotikatherapie heilbar. Die Weltgesundheitsorganisation schicke 1,4 Millionen Antibiotika-Dosen nach Madagaskar. Dort wurden nun vorsorglich die ersten Schulen geschlossen, die Städte haben einen Krisenplan aufgestellt.

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(ww4)

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