Hautpflege

PHA-Peeling: Das musst du über das chemische Peeling für sensible Haut wissen

Hautpflege ohne chemische Peelings? Mittlerweile kaum noch vorstellbar. Das PHA-Peeling ist besonders sanft zu empfindlicher Haut! Erfahre hier, was du über die milde Säure für einen strahlenden Teint wissen musst.

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Wenn wir unser Gesicht reinigen greifen wir oft zu Peelings mit kleinen Körnern oder "Schleifpartikeln". Diese sogenannten mechanischen Peelings tragen abgestorbene Hautschüppchen ab und hinterlassen ein sauberes Gefühl auf der Haut. Allerdings wirken mechanische Peelings nur oberflächlich und können tatsächlich zu kleinen Hautverletzungen führen, wenn die enthaltenen Partikel zu grob sind. Chemische Peelings mit AHA, BHA oder PHA dringen in die Haut ein und wirken Falten, verstopften Poren sowie Pickeln und Unreinheiten entgegen. Auch, wenn es sich bei der Anwendung von chemischen Peelings um Säuren handelt, sind die Produkte für Zuhause nur gering konzentriert. Dennoch können BHA und AHA bei sensibler Haut starke Hautirritationen hervorrufen. Peelings mit PHA sind dagegen extrem sanft zu empfindlicher Haut, die schnell gereizt und irritiert reagiert. Zeit, sich die milde PHA-Säure für sensible Hauttypen einmal genauer anzusehen.

Was ist PHA-Säure?

PHA ist die Abkürzung für Poly-Hydroxysäure, welche für chemische Peelings genutzt wird. Die meisten PHA-Peelings enthalten die Säuren Gluconolacton und Lactobionsäure, welche in die oberste Hautschicht eindringen und durch chemische Reaktionen dafür sorgen, dass sich abgestorbene Hautschüppchen lösen und sich die äußere Hautschicht sanft abschält. Dank der großen Molekularstruktur wirkt PHA langsamer und ist somit auch nicht so aggressiv wie ihre Schwestern BHA- und AHA-Säure. Bist du Anfänger auf dem Gebiet oder hast empfindliche Haut, kannst du mit einem PHA-Peeling nichts falsch machen. Selbst bei einer für PHA hohen Konzentration von bis zu 25 Prozent wird deine Haut nicht irritiert.

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Für welche Hauttypen ist das PHA-Peeling geeignet?

Durch seine sanfte Wirkungsweise ist PHA für jeden Hauttyp geeignet. Ob du eine zu Unreinheiten neigende Haut hast oder sie schnell gereizt und irritiert reagiert, chemische Peelings mit der milden Säure wurden speziell für trockene und sensible Haut entwickelt und sind daher besonders verträglich. Bist du Anfänger auf dem Gebiet kannst mit einem PHA-Peeling nichts falsch machen. Selbst bei einer für PHA hohen Konzentration von bis zu 25 Prozent wird deine Haut nicht irritiert. Das bedeutet aber keinesfalls, dass die Wirkung des PHA schwächer ist als die von BHA oder AHA. Deine Haut wird lediglich langsamer behandelt, wodurch du weniger Nebenwirkungen wie beispielsweise Brennen erfahren wirst. Auch, wenn du an Rosacea leidest, ist das sanfte Peeling für dich geeignet.

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PHA-Peeling: Welche Wirkung hat die milde Säure auf die Haut?

PHA gilt als effektiver Anti-Aging-Wirkstoff. Die Poly-Hydroxysäure regt nicht nur die Hauterneuerung an, sondern ist auch noch ein hervorragendes Antioxidans, welches vor freien Radikalen schützt. Somit können kleine Fältchen, Sonnenschäden, Pigmentflecken, Pickelmale oder Narben deutlich zurückgehen. Dank der entzündungshemmenden Wirkung des chemischen Peelings werden Pickel nachhaltig bekämpft. Auch trockener Haut kommt ein Peeling mit PHA zu Gute, da die Säure einen hydrierenden Effekt hat, abgestorbene Hautschüppchen entfernt und verstopfte Poren öffnet, wodurch pflegende Wirkstoffe besser in die Haut eindringen können.

Das sind die Wirkungsweisen der milden Säure auf einem Blick:

  • Öffnet und klärt verstopfte Poren
  • Regt die Zellerneuerung an 
  • Verfeinert das Hautbild
  • Glättet Fältchen
  • Bekämpft Pickel und beugt Hautunreinheiten vor
  • Versorgt die Haut mit Feuchtigkeit 
  • Reduziert Pigmentflecken, Pickelmale und Narben
  • Stärkt die Hautbarriere nachhaltig

Möchtest du diese Effekte erzielen, ist eine regelmäßige Anwendung von PHA Produkten unabdingbar. 

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Wie wird ein PHA-Peeling angewendet?

PHA, Gluconolacton und Lactobionsäure können in unterschiedlichen Beauty-Produkten enthalten sein. Die typischsten PHA Produkte sind Cremes, Gele, Seren oder Toner.

Worauf muss bei der Anwendung von PHA-Säure geachtet werden?

Bevor du PHA auf deiner Haut aufträgst, sollte dein Gesicht vollständig gereinigt und abgeschminkt sein. Worauf du achten solltest, um dich richtig abzuschminken, liest du hier. 

Unbedingt vermeiden: PHA-Säure auf Wunden oder kleine Hautverletzungen auftragen. 

PHA-Peeling: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Um dein Gesicht auf das Peeling vorzubereiten, musst du es zunächst von sämtlichen Pflegeprodukten und Make-up-Resten befreien. PHA kannst du auch morgens als ersten Step in deiner Hautpflege-Routine anwenden. 
  2. Ist deine Haut gereinigt, kannst du das Peeling auftragen. Hierbei kannst du dich auf bestimmte Stellen, die besonders Aufmerksamkeit brauchen fokussieren oder die milde Säure auf dem gesamten Gesicht auftragen. 
  3. Je nachdem was du für ein PHA-Produkt verwendet hast, kannst du es nach Gebrauchsanweisung einwirken lassen und anschließend abwaschen oder einziehen lassen. Einen PHA-Cleaner würdest du wieder abwaschen, ein Serum dagegen einwirken lassen. 
  4. Anschließend kannst du mit deiner weiteren Gesichtspflege fortfahren. Auf welche Reihenfolge es dabei ankommst, erfährst du hier. 

Ganz wichtig: UV-Schutz nicht vergessen. Deine Haut schuppt sich ab und bildet sich neu. Setze sie nicht direkten UV-Strahlen aus und trage stets einen Lichtschutzfaktor 50 oder mindestens 30 im Gesicht. 

Wie oft kann ein PHA-Peeling wiederholt werden?

Wenn du empfindliche Haut hast oder dich zum ersten Mal an chemische Peelings wagst, solltest du es langsam angehen lassen. Integriere das Peeling einmal wöchentlich in deine Pflege-Routine. Bei der ersten Anwendung empfiehlt es sich, diese abends auszuführen, damit deine Haut über Nacht genug Zeit hat sich zu regenerieren. Danach kannst du die Anwendung auf 2-3 Mal die Woche erhöhen. Hat sich deine Haut an die Säure gewöhnt, kannst du das milde Peeling sogar täglich anwenden. 

Artikelbild und Social Media: CentralITAlliance/iStock

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