Waffen unter KindernPolizei Dortmund schreibt Elternbrief, um vor Messerangriffen zu warnen

Immer wieder wird von Messerangriffen berichtet – sogar unter Minderjährigen. Jetzt hat die Polizei Dortmund einen Elternbrief veröffentlicht. Darin warnt sie ausdrücklich vor der Bewaffnung von Kindern.

Erst kürzlich musste eine Mutter ihre 14-jährige Tochter zu Hause tot auffinden – sie wurde erstochen. Der Täter war selbst gerade einmal 15 Jahre alt.

Der Fall stammt aus Berlin, von gewaltsamen Auseinandersetzungen wird aber deutschlandweit berichtet. Im Ruhrgebiet kam es innerhalb diesen Jahres bereits zweimal zu Messerangriffen unter Minderjährigen.

Die Vorfälle haben die Bewaffnung von Kindern und Jugendlichen ins Scheinwerferlicht gerückt. Und tatsächlich scheinen viele Minderjährige heutzutage eine Waffe bei sich zu tragen - ein Trend, der die Polizei Dortmund beunruhigt.

Aus diesem Grund haben sich Polizisten dazu entschlossen, einen Elternbrief zu verfassen. Darin warnen sie ausdrücklich vor der Bewaffnung von Minderjährigen:

„Die Polizei wird immer wieder mit den schrecklichen Folgen konfrontiert, die der Einsatz eines Messers nach sich zieht. Deshalb rät die Polizei grundsätzlich davon ab, dass Kinder und Jugendliche Waffen bei sich führen“, ist dort geschrieben.

Minderjährige würden sich durch den Besitz eines Messers stärker, vor allem aber risikobereiter fühlen – so kann es zu gefährlichen Auseinandersetzungen kommen, in denen Kinder die Folgen eines Messerangriffs unterschätzen. Schnell könne man in brenzligen Situationen so vom Opfer selbst zum Täter werden.

„Bedenken Sie, dass bei dem Einsatz eines Messers gegen einen anderen Menschen immer die Gefahr besteht, das Gegenüber schwer zu verletzen oder gar zu töten!“, schreibt die Polizei besonders deutlich. Zudem weist sie daraufhin, dass bereits das Mitführen bestimmter Messer strafbar sein kann.

Doch was können Eltern konkret tun? „Die Polizei möchte hiermit an alle Eltern appellieren, gemeinsam mit ihren Kindern gewaltfreie Verhaltensregeln und Handlungsalternativen zu verabreden.“ Wie diese aussehen können, wollen Polizisten Familien sogar selbst nahebringen. Mittlerweile existieren sogenannte Präventionsdienststellen, in denen Eltern Unterstützung bekommen. Vor allem sollten sie nie zögern, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn ein Messer in den falschen Händen kann einem Menschen das Leben kosten.

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