PreissteigerungPortoerhöhung? Deutsche Post plant mit höheren Preisen

Könnten Briefmarken 2019 wieder teuerer werden? Zumindest soll eine Portoerhöhung hinter den Kulissen der Deutschen Post heiß diskutiert werden.

Wie die Bild am Sonntag berichtete, soll der Preis für einen normalen Brief bis 20 Gramm von 70 auf 80 Cent steigen. Von einer Preiserhöhung von mehr als zehn Prozent ist die Rede. Die Portoerhöhung soll im kommenden Jahr erfolgen. Die Deutsche Post äußerte sich bisher allerdings nur ausweichend und hält sich bedeckt.

Eigentlich sind die Portopreise staatlich festgelegt, doch ab dem 1. Januar 2019 ist eine erneute Erhöhung wieder möglich. Bisher hat das Unternehmen aber noch keinen formellen Antrag gestellt. Erst muss die Bundesnetzagentur ein neues Verfahren zur Festlegung der Briefpreise ansetzen. Dann "werden wir auf dieser Grundlage entscheiden, welche Preise verändert werden sollen und deren Genehmigung bei der Bundesnetzagentur beantragen", erklärte ein Sprecher der Deutschen Post gegenüber der Bild am Sonntag.

 

Höhere Kosten = Höhrere Preise

Dabei hat die Deutsche Post gerade erst die Kosten für Waren- und Büchersendungen erhöht. Ab dem 1. Juli 2018 kosten beispielsweise Büchersendungen „Groß“ bis 500 Gramm 1,20 Euro und damit ein Fünftel mehr als zuvor. Und der Preis für eine Warensendung „Kompakt“ bis 50 Gramm steigt sogar um 44 Prozent auf 1,30 Euro. Grund hierfür sind die Kostensteigerungen und die höheren Transportpreise.

 

So viele Beschwerden wie noch nie

Laut der Bundesnetzagentur haben sich noch nie so viele Kunden über die Deutsche Post beschwert wie Anfang dieses Jahres. Seit Januar sind bereits mehr als 4100 Beschwerden eingegangen. Im gesamten Jahr 2017 waren es hingegen nur 6100. Trotzdem will die Deutsche Post die Preiserhöhungen durchsetzen.

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